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ÜBER GEOKARI’IE
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die normal liypogäisch blühen und fruchten, obwohl sich die Hülsen
gelegentlich auch oberirdisch entwickeln können, wenn die Blüten durch
Wegblasen des Sandes freigelegt werden. Höher oben am Stengel sitzen
Trauben von grösseren, chasmogamen Blüten mit gut entwickelter
Krone; die aus ihnen entstehenden Hülsen sind etwas länger als die
hypogäischen, scheinen aber nicht selten zu missraten.
W ie aus Juels Arbeit ersichtlich, sind jedoch viele weitere Arten
anderer Familien unter dem Amphicarpaea-Typus einzureihen, genauer
gesagt, wohl durchwegs als amphikarp. Auf die bei Juel beschriebenen
(die sich grösserenteils auch bei Huth wiederfinden) näher einzugehen,
habe ich keinen Grund. Mit Amphicarpaea bracteata stimmt in der
Organisation der Blüten besonders gut die nordamerikanische Polygala
polygama Hook, überein, die eingehend von Shaw 1901 beschrieben
ist; ausser den subterranen kleistogamen und den epigäischen,
chasmogamen Schaublüten (die sich hier etwa gleichzeitig mit den
erstgenannten entwickeln), entstehen nämlich später im Laufe der
Vegetationsperiode auch Mengen von epigäischen kleistogamen Blüten, die den
hypogäischen ähneln, aber etwas grösser sind. Die beiden kleistogamen
Blütentypen setzen schnell und reichlich Frucht, während wie bei
Amphicarpaea die Fruchtbildung der chasmogamen Blüten ziemlich schwach
ist. Nach Huth wären auch ein paar andere nordamerikanische
Polygala-Arlen (P. paucifolia Willd. und P. Nuttalliana T. & Gr.)
Am-phikarpen (vom gleichen Typus), aber die Angabe (beiläufig von Juel
und von Zohary angeführt, bei letzterem als pand flora» und >Nul
tackorna») scheint zweifelhaft. Shaw erwähnt P. polygama und P.
paucifolia als die einzigen bekannten Arten der Gattung mit kleistogamen
Blüten; aber für die letztere, wo diese Blüten nach seinen
Untersuchungen an dünnen lateralen epigäischen Sprossen nahe dem
Erdboden auftreten, gibt er an: »oddly enough, Ihese branchlets seem as
a rule to be apogeotropic, though no exact experiments have yet been
attempted». Ob solche später vorgenommen worden sind, ist mir nicht
bekannt: Shaw scheint jedenfalls keine subterrane Fruchtbildung
beobachtet zu haben. Nach Shaw treten übrigens nur ganz wenige
kleistogame Blüten auf.
Der Zusammenhang zwischen Amphikarpie (und überhaupt dem
Vermögen subterraner Fruchtbildung) und Neigung zur Kleistogamie
ist - wie schon aus einem Vergleich der Listen Huths (oder Juels)
und dem KuHNschen Verzeichnis der Pflanzen mit kleistogamen Blüten
hervorgeht - sehr intim, auch wenn bisweilen eine Reihe von Pflanzen
mit ausgeprägter Kleistogamie unverdient als Ampliikarpen betrachtet
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