- Project Runeberg -  Botaniska notiser / 1947 /
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(1839-1846)
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STUDIEN IN DER FAM I LIE OLACACEAE

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ein, dass dieses Verfahren unhaltbar sei, weil man (lie freie
Zentral-plazenta der Olacaceen und Opiliaceen niemals bei den Icacinaceen
antrifft, und weil die Icacinaceen hinner haplostemone Blüten und
alternipetale Slaubgefässe haben. Diesen Einwendungen lässt sich
jedoch entgegenhalten. dass die Staubgefässverhältnisse bei den
Olacaceen so variieren, dass sie kein Hindernis bilden. Sie haben sich später
in den iibrigen Loranthales-Familien nach einer Richlung hin
stabili-siert, die bei den Icacinaceen nichl vorkommt. Bei den Celastrales im
iibrigen wechseln die Staubgefässverhältnisse etwas. Bei den
»parallelen» Rhamnales haben sie sich in derselben Richtung wie bei den
meisten Lcranthales stabilisiert. Die Tatsache, dass die »Stabilisierung»
in verschiedenen Richtungen stattgefunden hat. kann daher nichl als
vollgültiger Beweis gegen die von Hutchinson u.a. vertretene
Auffas-sung gelten. Ferner kann nach der obigen Schilderung die Plazenta der
Olacaceen wenigstens in den meisten Fallen nicht als freie
Zentral-plazenta bezeichnet werden. Eine solche tritt erst in den abgeleiteten
Loruntliales-FnmUien im Zusammenhang mit der Reduktion der
»Leislen» und »Taschen» auf. Wie bei den Icacinaceen muss man
stattdessen bei den meisten Olacaceae-Vertretern von einer zentralen
marginalen Plazenta sprechen, von deren oberer Partie die
Samen-anlagen herabhängen — natürlich unter der Voraussetzung, dass man
die »Leisten» oder zum mindesten ihre obere Partie als eingeschlagene
Fruchtblattränder betrachtet.

Dass grosse Verschiedenheiten zwischen den Gynöceen der
Olacaceen und der Icacinaceen vorhanden sind, lässt sich nicht leugnen. Der
Unterschied ist jedoch wie derjenige zwischen den Gynöceen der
Icacinaceen und der iibrigen Celastrales eine sekundäre Folge der
pseudo-monomeren Natur (Terminus nach Eckhardt 1937) des
Icacinaceen-Gynöceums. Denkt man sich alle Fruchtblätter in einem
Olacaceen-Gynöceum ausser einem als ein steriles und »kompaktes» Rudiment, so
würde man gerade den Plazentatypus, den Gynöceumbau und den
Leit-bündelverlauf bekommen, (lie für die Icacinaceen charakteristisch sind
(vgl. Fagerlind 1945). Der einzige Unterschied isl der, dass der
Fruclit-raum nuv eine Samenanlage enthält. In Ausnahmefällen findel man
jedoch bei den Olacaceen zwei in ein und demselben Fach. Im iibrigen
gibt es Ce/r/sfra/e,s-Repräsentanten, die nur eine Samenanlage in jedem
Fruchtraum hervorbringen.

Ausser den hervorgehobenen Ahnlichkeiten zwischen
Loranthales-und Celastrales-Tie p r ä s e n tanten sind noch and ere vorhanden, die jede
für sich keine so grosse Bedeutung haben, aber in Verbindung mitein-

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