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th. herzog
enlwickelter Formen so weil entfernen können, dass eine
Zusammen-gehörigkeit nur schwer erkennbar wird und sich oi l nur durch die
Xach-barschaft normaler Exemplare verrät. Um nicht der Gefahr zu
unter-liegen, aus solchen sterilen Individuell etwa eine »nova species» zu
machen, ignoriert man - für eine rein systemalisclie Bearbeitung —
am besten diese undefinierbaren Dinge und beschränkt sich auf die
wohlausgebildeten, durch das Vorhandensein von Gametangienständen
als vollentwickelt kenntlichen Pflanzen. Auch diese aber bieten noch
Fallgruben genug, so dass die Identifizierung zu einer schwierigen
Auf-gabe wird. Denn die Beschreibungen sind leider nicht imraer korrekt
oder, namentlich bei älteren Arten, so kurz und ohne Bezugnahme auf
andre, verwandte Arten, wodurch dann eine endgültige Bestimmung
unmöglich wird oder zum mindesten mit einer gewissen Unsicherheit
behaftet ist. Leider gibt es gegen diese Schwierigkeit kein festes Rezept.
Es bleibt letzten Elides slets der Findigkeit, d.h. Erfahrung des
Bear-beiters überlassen, etwaige Unkorrektheiten der Beschreibungen auf
dem Weg des Wahrscheinlichkeitsbeweises zu erklären oder — wenn
Widersprüche auch nach Berücksichtigung äller möglichen
Fchler-quellen nicht zu lösen sind — die notwendige Folgerung daraus zu
ziehen. Diese kann, jenachdem, verschieden ausfallen. Entweder muss
die alte Diagnose in einem oder mehreren Punkten korrigiert oder
erweitert werden, oder die vorliegende Art ist, als wirklicli
»verschieden» neu zu beschreiben und zu benennen. Dann hat es sich also um
eine »nova species» gehandelt, oder zum mindesten ist der Autor
be-rechtigt eine solche anzunehmen, Dass hierbei Irrtümer unterlaufen
können, weiss jeder Fachmann. Selbst die Vergleichung mit dem Tvpus
schiitzt oft nicht vor Fehlgriffen, wie ich schön des öfteren betont und
mit Beispielen belegt habe. Mente, da viele Originale iiberhaupt nicht
zu beschaffen sind, ist die Gefahr doppelt gross. Trotzdem habe ich das
Wagnis dieser kurzere Skizze auf mich genommen und berichie bier
nach beslem Wissen und Gewissen über die kleine und docli so
inhalts-reiche Sammlung.
Da alle bier zu nennenden Fuiide von der Comoreninsel Johanna
stammen und meist keine besonderen Slandortsangaben dazu vorliegen,
habe ich bei der Artenaufzählung nur ausnahmsweise besondere
An-gaben hinzugefiigt. Allem Anschein nach sind diese Lebermoose nicht
»ad hoc» und von einem Moosspezialisten gesammelt, sondern lediglich
zusammen mit höheren Pflanzen »mitgenommen» worden. Aber, wenn
irgendwo, so gilt in den Tropen der etwas variierte Satz »Greift nur
hinein ins . . . Leben; denn wo ihr’s anpackt, ist es interessant». Wenn
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