- Project Runeberg -  Studien über das ungehörnte Rindvieh im nördlichen Europa unter besonderer Berücksichtigung der nordschwedischen Fjellrasse, nebst Untersuchungen über die Ursachen der Hornlosigkeit /
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(1896) [MARC] Author: Erik Oskar Arenander
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Von dem isländishen Rindvich habe ih 1894 im Tardin d’acclimatisation in Paris
zwei Kühe und einen Stier gesehen. Alle drei waren ganz weiß mit rothen oder braunen
Ohren, die eine Kuh hatte außerdem cinen dunklen Fle> am Rumpfe.

Das ungehörnte Rindvich in Oldenburg ist na<h J. Huntemann vorwiegend weiß,
aber mit s{hwarz, sodaß sie bunt werden. Doch kommen auch andere Farben wie grau oder
roth vor, was deutlih auf fremde Blutmischung hinweist.

Was die Farbe des ungehörnten Rindviehs Englands betrifft, so erzählt Lo w*)
(1842), daß der alte Schlag in Suffolk eine gelbrothe Farbe (Mouse-dun) hatte, jeßt aber
sind sie gewöhnlih rothbraun oder braun und weiß. Rhode**) sagt von derselben Rasse,
daß die Farbe „roth oder fahlbraun ist.“ Marshall**) (1772) behauptet, daß die Farbe
des ungehörnten Yorkshire shwarz war, wie in Schottland. Youatt erzählt f), daß bei den
ungehörnten Devon-nott die Haare gelb sind, anstatt tief blutroth, wie bei dem übrigen
Rindvieh in Devonshire. Von den ungehörnten Rindern in Sommersett {reibt Low+7), daß
die rothe Farbe der Haare eine hellgelbe Schattirung hat und die weiße Farbe den ganzen
Rumpf wie ein Lacken umgiebt. Er fügt hinzu: „Diese Farbe tritt sehr häufig unter dem
Vieh in Wales auf, oft in Irland und bei der alten Galloway-Rasse.“ Die Farbe der vielen
jeßt größtentheils ausgestorbenen „weißen wilden Parkrinder“ war wie noch heute bei den
Chillingham- und Cadzow-Heerden durchgehend weiß mit schwarzen, dunkelbraunen oder rothen
Ohren und kleinen Fle>chen. Dieselbe Farbe kommt auch im 12. Jahrhundert bei dem Rind-
vieh in Wales vor, nachdem was Darwin und Low*7) berichten, aber zugleich kam auh
schwarzes oder dunkelgesärbtes Vieh vor.

Was die ursprünglichen Farben des Rindvichs in Schottland betrifft, so verdient
es hervorgehoben zu werden, daß, wie Youatt*{}) erzählt, „die Farbe des Zaubergeister-Viehes
(Fairy-cattle) in den Sagen in Schottland gewöhnlich braun oder gelbroth („dun“) ist. —
Low sagt *{{}}) (1842), daß unter Hochlandvieh Rückschläge zur weißen Farbe der Parkrinder
nicht selten sind. Was die Verbreitung der jeßt so allgemein vorherrschenden schwarzen Farbe
betrifft, so verdient es betont zu werden, daß J. Lavrencef{*), ein Schriftsteller des vorigen
Jahrhunderts, sagt, daß „Schwarz die Lieblingsfarbe der Züchter Schottlands sei“.

Diese Nachricht dürfte zugleich erklären, warum die schwarze Farbe jeßt ganz vor-
wiegend ist. Derselbe Verfasser sagt, „daß die Farbe des Viehes in Schottland schwarz, bunt,
dunkelbraun, roth und gelbroth ist.{{*) Marshall (1790) giebt uns diese!ben Nachrichten. —
Auf den Shctlands-JInseln, Orkney-Inseln und Hebriden {{*) war das Vieh weiß mit dunklen
Abzeichen, mitunter ganz wie beim weißen Parkrinde.

—*) Low, Dom. Animals. Polled Suffolk Breed GS. 17.

**) Rhode, Rindviehzucht S. 342.

***) Americ. Naturalist. 1887, S. 1079.
4) A. a. O. S. 1081.
{}) A. a. O. S. 1082.
+{}f) American Naturalist 1888 S. 502—503.
*7) Low, Dom. Animals * The wild breed. SG. 3.
*+7) American Nat., S. 887 und 1090.
*+++4) Low, Dom. Animals. The West Highland Br. GS. 7.

+*) Americ. Nat. 1887, -S. 1089.
++*) American. Nat. 1887 S. 1088.


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