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Einwirkung, die Verlandung offenbar nicht eher begonnen, als bis der baltische Eissee
sich zu entleeren begann.
An der grossartigen Verlandung, die damals eingeleitet wurde, nahmen allgemein
bereits von Anfang an oder nahezu von Anfang an so südliche Pflanzen teil wie Cladium
mariscus und Carex pseudocyperus, die sich also innerhalb der höchsten Partien der
fraglichen Wassergebiete fanden, als noch der grössere Teil derselben von den Wasser
des baltischen Eissees bedeckt war. Er zeigt dies, dass die Temperatur bereits während
dieser frühen Periode verhältnismässig hoch gewesen ist.
Dass diese erste Verlandung überall auf eine unvermittelte Weise durch über Gyttja
vordringende telmatische Pflanzenvereine vor sich gegangen und nicht durch limnische
Pflanzenvereine vorbereitet worden ist, zeugt von langdauernden, intensiven
Niedrigwasserperioden. Durch das Studium speziell der Stratigraphie in den nahe den Abflüssen
belegenen Uferniedermooren und Hochmooren, die nicht ihre Lage im Verhältnis zu den
Passpunkten infolge der ungleichförmigen Landhebung geändert haben, ist festgestellt
worden, dass während dieser ältesten, vor die Einwanderung der Eichenflora fallenden
Verlandung der Niedrigwasserstand in den Seen — auch den grossen, vom Stångån und
Svartån durchflossenen — zeitweise unter das Passniveau herabgesunken und folglich die
Wasserläufe — sogar der Stångån und Svartån — periodisch versiegt sein müssen. Dieser
Zustand ist jedoch nicht unmittelbar nach der Isolierung der Seen eingetreten, wo noch
verhältnismässig hoher, wenn auch sinkender Wasserstand und geringe oder keine
Verlandung vorlag, durch die Nähe des infolge der Schmelzwassermassen kalten baltischen
Eissees bedingt, der eine verminderte Verdunstung bewirkte und eine reichere
Entwicklung der Vegetation in seiner unmittelbaren Nachbarschaft unmöglich machte. Dass ein
kühles Klima zur Zeit der Isolierung der Seen in ihrer Umgebung geherrscht hat, wird
auch dadurch bezeugt, dass die erste Vegetation, die die Ufer in Besitz nahm,
hauptsächlich aus Salweide und Birke bestand, und zwar auch, als die niedriger belegenen Seen des
Gebiets, wie der Järnlunden—Åsunden—Ämmern-Komplex, wahrscheinlich zur Zeit des
Übergangs vom Eissee- zum Eismeerstadium der Ostsee, isoliert wurden. Während diese
älteste Periode der postglaziale Geschichte der Seen, die bis zu einem gewissen Grade mit
ihrem »Lagunenstadium» zusammenfällt, und die ich die primatlantische genannt habe, in
den vor kurzem von dem Eissee isolierten Seen herrschte, war indessen in den Seen weiter
ins Land hinein und hinauf die Verlandung unter periodischer Abflusslosigkeit bereits in
Gang gekommen. Hier hatte die boreale Periode bereits begonnen. Nur einige Meilen
von der Küste ab scheint die abkühlende Einwirkung des Eissees vermocht zu haben, den
Einfluss des trockenen und verhältnismässig warmen Klimas aufzuwiegen, das infolge
mehrerer zusammenwirkenden Ursachen südlich vom Eisrande eingetreten war — in voller
Analogie mit den gegenwärtigen Verhältnissen in gewissen Teilen von Grönland (nach
O. Nordenskjöld).
Während die ältesten Verlandungskontakte einen nach der baltischen Grenze hinauf
zunehmenden Fall nach Süden und Südosten aufweisen, zeigen dagegen die späteren, mit
der Einwanderung der Eichenflora gleichzeitigen oder etwas jüngeren Kontakte (oder mit
diesen vergleichbare stratigraphische Niveaus) nicht oder in geringem Grade eine solche
Verschiedenheit. Im Gegensatz zu der Gradiente der ungleichförmigen Landhebung seit
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