Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - V. Die Seelenmorde in den Schulen
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– 235 —
einer Naturerscheinung geben ; das andere Mal sich
mit einer bloss orientierenden Anweisung zur Lek-
türe der einen oder anderen Arbeit über den
Gegenstand, am besten einer Quellenschrift be-
gnügen; das eine Mal würde er das Referat —
seines Vortrages oder des Gelesenen — mündlich
verlangen, das andere Mal schriftlich. In einer
von mitgeteilten Thatsachen ausgefüllten Lektion
würde der Schüler eine Stunde mitschreiben, das
andere Mal bloss aus dem Gedächtnis referieren
dürfen. Das eine Mal könnte ein aufgegebenes
Pensum erklärend vom Lehrer durchgenommen
werden; ein anderes Mal würde ein Pensum ge-
geben, das gar nicht durchgenommen wurde, aber
das die Schüler doch fähig wären, auf eigene Hand
zu durchdringen und sich anzueignen. Zuweilen
würde die Aufgabe in kurzer Zeit zu machen sein,
von einem Tag auf den anderen, zuweilen in
längerer.
All diese Arbeit würde, wie gesagt, in der
Regel in der Schule stattfinden. Aber die Lektüre
der Schönlitteratur und aller damit vergleichbaren
Bücher muss hingegen zur Hausaufgabe werden,
und zwar innerhalb weiterer Zeitbestimmungen.
Denn wir wissen alle, dass, was auf uns in dieser
Beziehung einen tiefen Eindruck gemacht hat, nur
frei Gelesenes war, das, wozu wir uns selbst die
Zeit, den Ort und die Stimmung wählen konnten.
Und da es ja in diesem Falle auf den Eindruck an-
kommt, nicht auf die Kenntnisse, ist die Freiheit
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