- Project Runeberg -  Mindeskrift i anledning af hundredaaret for Japetus Steenstrups fødsel / XXVIII. Über den Bau und die Entwicklung der Seitendrüse der Waldspitzmaus Sodrex Vulgaris L. /
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(1914) Author: Hector Jungersen, Eugen Warming
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Drüse an der Seite des Tieres, den Vorderbeinen ein wenig nåher als den Hinterbeinen;
sie gibt sich an der Aussenseite kund durch eine Erhohung mit schrågen Seiten (»bour-
relet å biseau«), welche durch zwei Reihen kurzer und steifer Haare gebildet ist. Diese
Haare, welche immer mit dem von den inneren Teilen ausgeschiedenen, klebrigen Sekret
iiberzogen sind, haben ein fettig-oliges Aussehen und fallen wegen einer sie umgebenden
nackten Hautpartie noch ganz besonders auf.

Die Driise selbst erstreckt sich iiber einen grossen Teil der Innenseite der Haut,
indem sie fast den ganzen Raum zwischen Vorderbeinen und Hinterbeinen einnimmt.
Sie wird von zwei ganz verschiedenen Massen gebildet, d. h. von einem linsenformigen
Kern, welcher sich durch sein dichtes Gewebe, seine »homogenen Moleciile« und seine
Schokoladenfarbe auszeichnet, und von einer sehr grossen Menge um den Kern herum
gelagerter, einzelner »driisiger Punkte« von lebhaft roter Farbe. Der linsenformige Kern
liegt unter dem eigentiimlichen Haarbiischel, welchen man an der Aussenseite sieht, oder
besser gesagt, es ist seine Substanz, in welche die genannten Haare ihre Wurzeln hin-
einsenken.

Poren oder DrtisenofTnungen sind nicht zu sehen; es muss deshalb angenommen
werden, dass die ausgeschiedene, moschusartige Fliissigkeit in die Wurzelscheiden der
Haare gelangt und von dort, an den Haaren entlang, die Haut durchdringt.

Die Bedeutung dieser Driise scheint nur allein darin zu liegen, dass sie veranlasst,
dass wåhrend der Paarungszeit die Tiere in ihren langen unterirdischen Gangen sich
zusammenfmden konnen.

Durch diese Untersuchung war die Aufmerksamkeit auf die Driise gelenkt worden,
und in den folgenden Zeiten fmdet man sie deshalb an vielen Stellen sowohl in der syste-
matischen als auch in der anatomischen Literatur erwåhnt; auf eine Zusammenstellung
dieser durchgehends sehr kurzgefassten Angaben håbe ich hier doch verzichtet, weil sich
dieselben fast immer nur als eine mehr oder weniger^) genaue Wiederholung der Worte
des Vorgångers zeigen.

Beachtenswert ist nur, dass Nathusius ^^, dem ein sehr grosses Material zur
Verftigung stand, »die Vermuthung Geoffrgy’s vollkommen beståtigt, jener Driisen-
apparat stehe mit den Geschlechtsfunktionen in Verbindung; die Driisen sind nur an
erwachsenen Månnchen vollkommen entwickelt und zur Zeit der Brunst eigentlich secer-
nirend, bei den Weibchen und jungen Thieren nur in kaum zu erkennenden Rudimenten
vorhanden, oder gar nicht aufzufmden«.

Eine wirkliche Bereicherung unserer Kenntnis dieser Driise ist dagegen in einer um

’) In seiner beriihmten Driisenarbeit ’** erwåhnl Johannes Muller, der selbst bei einem
kleinen Tiere die Driise nicht aufzufmden vermochte, unter Hinweis auf Geoffroy Saint-Hilaire
die i)glandula lateralis Soricum« als »longiori fissura in cute exeuntem«. Von einer solchen Spalte
sagt indessen G. St.-H. kein einziges Wort; dagegen fmdet man bei ihm eine Abbildung einer kiinst-
lich gespalteten Driise, welche zweifelsohne die Grundlage ftir die irrige MuLLER’sche Angabe bildet.

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