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die Mitte des vorigen Jahrhunderts erschienenen Untersuchung Th. von Hessling’s ^^ zu
finden, in welcher auch zum erstenmal der mikroskopische Bau des Organs erlåutert
wird. Gleichzeitig ist es aber doch nicht zu bestreiten, dass der Wert dieser, aus den
ersten Tagen der Histologie stammenden Arbeit vor allem durch den vollståndigen Mangel
an Abbildungen in nicht unbetråchtlichem Grade verringert wird; ein Leser, dem eigene
Pråparate nicht zur Verftigung stehen, wird manches nur schwer verstehen konnen.
Als Untersuchungsmaterial dienten junge, wie ausgewachsene Tiere von der Wasser-
spitzmaus, der Waldspitzmaus und der Feldspitzmaus {Crocidura leiicodon Herm.); bei
der Beschreibung sind aber hauptsåchlich die Verhåltnisse bei der letzteren erwåhnt.
In seiner Darstellung des åusseren Baues schliesst sich von Hessling seinen Vor-
gångern nahe an; er fmdet an den Seiten des Tieres nach leisem Zuriickstreifen der Haare
einen ziemlich dicken, hervorragenden Hautwulst, dessen Lange 1 — 1,5 cm und dessen
Breite 2 — 2,5 mm betragt. Dieser Wulst ist besetzt mit von vorn nach hinten schråge
liegenden und sehr steifen, fast borstigen Haaren, welche doch an seiner Kante etwas
diinn gesåt sind. »Bei verschiedenen Arten und zu verschiedenen Zeitabschnitten
steht diese Hautleiste allerdings nicht immer auf gleicher Hohe ihrer Ausbildung, sie ist
oft gånzhch mit der iibrigen Hautdecke verstrichen. Es gehorte aber zu den Selten-
heiten, wenn die genannten Haare durch ihre von den iibrigen abweichende Stellung und
auffallende Stårke den betreffenden Ort nicht theilweise andeuteten«.
Pråpariert man an dieser Stelle die Haut von dem unterliegenden Fette und den
Muskellagen frei, fmdet man einen dem Wulst entsprechenden, aber ein wenig grosseren
Drtisenkorper von recht intensiver Fårbung,
»Die Driisenelemente sind fast ausschliesslich Kanålchen. Sie erscheinen vielfach
gewunden, ineinander verschlungen, von gelber Farbe und veråsteln sich nicht seiten,
ohne geråde in ihrem Durchmesser dabei abzunehmen«. Sie haben eine strukturlose
Hiille und einen aus dicht gedrångten Zellen bestehenden Inhalt. Die Zellen sind von
verschiedener Gestalt und konnen, wenn sie långlich sind, »wie Cylinderepitelien palis-
sadenartig aneinander gereiht« sein; ihr runder Kern wird nur schwer sichtbar. »Der
Zelleninhalt ist ein halbweiches Fett mit einer geringen Beimischung eiweissartiger Stoffe.
An ersteres scheint der penetrante Riechstoff gebunden zu sein«.
Die Lage dieser Driisenkanåle, »welche in mancher Beziehung an die Schweissdrusen
der iibrigen Såugethiere erinnern«, befmdet sich iiber der diinnen Hautmuskellage und
dicht unter dem Gorium.
Mit dem Eintritt der Kanåle in die Lederhaut — um nach aussen zu miinden —
verwandelt sich deren gewundener Verlauf in einen geråde gestreckten. Der Durch-
messer nimmt gleichzeitig ab, bis endhch die Kanålchen in der Gegend des Grundes der
Haarbålge sich zu einem eigentlichen Ausfiihrungsgange abschniiren. Dieser durchzieht
zwischen den Haarsåcken und Talgdriisen fast senkrecht das Corium und miindet, an
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