- Project Runeberg -  Kosmos / Band 3. 1923 /
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Die Verschiebungen der Kontinente. Von Professor A. Wegener

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Schwerpunkt der Kontinentalscholle, in welchem man ihr
Gewicht angreifend denken känn, nngefähr 2 Kilometer höher liegt
als der Schwerpunkt des verdrängten Simas, in welchem der
Auftrieb angreift. Legt man nämlich durch diese beiden Punkte
die Niveauflächen, deren Abplattung bekanntlich nach aussen
wächst, so sind diese, abgesehen vom Pol und Äquator, nicht
parallel, sondera schwach geneigt zu einander. Gewicht und
Auftrieb wirken aber jedes senkrecht zur zugehörigen
Niveaufläche. Also können sich diese beiden Kräfte nicht genau
aufheben, sondern es bleibt eine kleine Resultante übrig, die
horizontal nach dem Äquator gerichtet ist (Figur 11). Schwbydar
hat auch ausgerechnet, dass diese Kraft, wenn die Erde in allén
Schichten die Zähigkeit des Stables hatte, ausreichen würde,
um einen Kontinent jährlich um
20 cm zum Äquator hinzuziehen.
Da die Zähigkeit dicht unter den
Kontinentalschollen aber
wesentlich geringer ist, so sind also auch
schnellere Verschiebungen der
Kontinente hierdurch zu
erklä-ren. Zweifelhaft erscheint es
dagegen, ob diese Kraft ausreicht,
um die grossen äquatorialen
Faltur) gsgürtel, wie z. B. den
tertiären Faltengürtel, vom Hima-

laja uber Kaukasus und Alpen zum Atlas, zu verursachen.
Da diese aber gerade zu Zeiten lebhafter Polverlegung
entstanden, ist es wahrscheinlich, dass sie in Zusammenhang stehen
mit den Massenverschiebungen, die bei der Neuorientierung des
Rotationsellipsoids eintreten. Die bei diesen Vorgängen durch
die Transgressionswechsel bezeugten Abweichungen von der
Gleichgewichtsfigur liefern derartige Kräfte, die etwa 10 bis
100 mal so gross sind wie die gewöhnliche Polfluchtkraft.

Weiter gibt Schweydar an, in der Präzessionstheorie der
Erdachse unter dem Einfluss der Anziehungskrafb von Mond
und Sonne auf die abgeplattete Erde eine Kraft entdeckt zu

Fig. 11. Auftrieb und Gewicht, wenn
der Schwerpunkt des schwimmenden
Körpers höher liegt als der der
verdrängten Flüssigkeit.

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