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weltuntergangs vorstellungen
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benutzt. Ein Goldglas der vatikanischen Sammlungen1 zeigt den
jugendlichen Christus in Tunica und Pallium den Leviathan ebenso
an der Schnur daher tragend. Der nordische Künstler hat nur
die Tracht geändert und — recht wenig glücklich — in die Hand
noch das Kreuz gelegt. In die rechte Hand gibt er seinem Christus
einen quadratischen Gegenstand, den Black mit Recht als Buch
deutet. So wird auch auf einem sächsischen Grabstein von
Whit-church in England Christus dargestellt mit der einen Hand segnend,
mit der andern ein Buch haltend.2 Die überflüssig über dem Kopf
auf dem Man-Kreuz hinzugefügte Schlange ist schon erwähnt.
Die Komposition des Ganzen war offenbar so, dass unter dem
abgebrochenen Kreuzarm auf der Vorderseite ein weiteres
Kampfbild (etwa das Angeln des Leviathan), auf der Rückseite ein weiteres
Triumphbild stand. Auf der Gosforth-Platte, die nur auf einer
Seite mit Bildern geschmückt war, standen die zwei Kampfbilder
Jahrhundert) Utilia tela, II, 272: Hostis in hoc primo victoria coepta, sed illo
Tempore perfecta est, quo crux Calvarie fixa est, Cuius in ancistro fortem
Leviathan aduncans Extulit elatum mira virtute triumphum (Reinh. Köhler, Kleine
Schriften, II, 20).
1 Veröffentlicht von Garucci, Vetri ornati di figure in oro 1864 tav.
VI, 10, vgl. Fr. Xav. Kraus, Realencyclop. d. christi. Altertums I, 517, Vopel,
Die altchristlichen Goldgläser, Archäol. Studien von Joh. Ficker, Heft 5, S. 68
rät auf Tobias.
2 Allan, Monumental History, p. 216. Der, wie auch auf antiken
Inschriften oft, durch den Namen entstellte Hexameter Hic corpus Friobergae
requiescit in pacem sepultum zeigt den Charakter des Steines. Christus, auf
dessen Tod und Auferstehung die Kreuze im Nimbus hinweisen, erscheint
wie der Priester, der die Totenmesse gelesen hat. Ein andres Monument
derart, das Christus (?), Kreuz und Buch darstellt, erwähnt Allan p. 212.
In dem Albani-Psalter ist das Buch oder die Schriftrolle für die
Christus-Darstellung gradezu charakteristisch, vgl. Goldschmidt S. 52, 64, 80, 93,
94. 97, 99. 102, 103, 104, 106, 114, 123, 132, 134 (vgl. S. 75 über Alpirsbach).
Nicht selten (z. B. S. 80) hält die andere Hand das Kreuz. Für das Alter
dieser Typen mag die erste Initiale (B) ein Zeugnis geben, die David mit
der Harfe darstellt. Ein ähnliches Bild als Anfang des Psalmenbuchs mag
schon Hilarius von Poitiers gesehen haben, wenn er sein Hymnenbuch mit
zwei Versen eröffnet, die epigrammartig dieses Bild beschreiben. — »Für
die Seele», das heisst zu ihrem Schutz, sind alle Grabkreuze in Man (und viele
in Schweden) gesetzt. Man kann sie mit jenem Amulett-Medaillon aus
Aegypten vergleichen, das auch auf der oberen, zunächst ins Auge fallenden Hälfte
die Kreuzigung, unter ihr (und durch die Inschrift STaupe ßorjfri aßajiouv
geschieden) die Auferstehung darstellt (Reil, Tafel I, Figur 1, Byzantinische
Zeitschrift II, S. 188). Kirchlicher Wandschmuck bietet für es sicher die
Vorlage.
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