- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioförsta årgången, 1931 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen

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PATER PRI BI [.LA UND DIE ÖKUMENISCHE ERWECKUNG

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einstimmung in noch so vielen Glaubenssätzen keine Garantie
für eine wirkliche geistliche Gemeinschaft ist, und dass auf der
andern Seite eine solche innerliche und übermenschliche
Gemeinschaft in Glaube und Liebe vorhanden sein kann ohne volle
Übereinstimmung in den Lehrsätzen und kirchlichen Zeremonien,
wie sie die römische Enzyklika als Grundlage der Einheit fordert.
Wenn diese Forderung so massiv wie in ’Mortalium animos’
aufgestellt wird, so wird man zum Nachdenken und zur
Klarheit gezwungen.» (Christliche Einheit S. 24.)

Zwei weniger wichtige Zusätze:

1. Der Verfasser sagt S. 116, ich habe eine »merkwürdige
Vorliebe für Mitra und Krummstab, um die Herrlichkeit der
evangelischen Kirche in die sichtbare Erscheinung treten zu
lassen. Und während er in der Liturgie seiner Kirche den Glanz
der alten katholischen Gebräuche wieder aufleben lässt...»
Niemand kann sich über solche Äusserungen wundern, da
dergleichen Behauptungen ja in einer gewissen schwedischen Presse
zu lesen sind. S. 120 werden aus einer Stockholmer Zeitung
Worte angeführt, die eben in der Anwendung der Messgewänder
eine katholische Gefahr erblickten. Ein kritischer Beobachter
hätte sich vielleicht nach der Stockholmer Konferenz gefragt:
aber warum hat denn der Erzbischof bei keiner Gelegenheit
während der gesamten Konferenz den Bischofsmantel und die
Mitra getragen (nur ein Paar Mal den Hirtenstab), nicht beim
Eröffnungsgottesdienst in der Storkyrkan in Stockholm, nicht
bei der Tichonfeier, nicht beim Schlussgottesdienst, überhaupt
nie? Die Antwort ist einfach. Bei diesen Gelegenheiten ist in
der schwedischen Liturgie die feierliche Bischofstracht nicht
vorgeschrieben, und ich trage diese traditionelle und offizielle Tracht
überhaupt nur in den Fällen, wo sie vorgeschrieben ist. Es
handelt sich hier um Adiaphora, aber vielleicht ist es angezeigt,
auch hier die Legendenbildung durch leicht kontrollierbare
Tatsachen zu berichtigen. Die biswreilen in einer gewissen Presse
auftauchende diesbezügliche Vorstellung hat zwei Gründe, i: Es
ist während der letzten Jahrzehnte bei uns Mode geworden, in
der Presse den kirchlichen Geschehnissen und Feiern viel mehr
Aufmerksamkeit zu widmen als früher. Dieser Stockholmer
Journalistik liegen die üblichen, von jeher bei uns gebräuchlichen

5 — 31369. Kyrkohist. Årsskrift 1931.

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