Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Nathan Söderblom, Pater Max Pribilla und die ökumenische Erweckung. Einige Randbemerkungen
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NATHAN SÖDERBLOM
Zeremonien in Stockholm selbst und im südlichen Teil der
Erzdiözese (wie auch im nördlichen Teil der Diözese Strängnäs)
geographisch am nächsten. Dahin kann die Stockholmer Presse
am leichtesten Korrespondenten und Photographen senden. Wenn
so ein Journalist eine solche, verhältnismässig seltene, aber in
der Liturgie vorgeschriebene und in analogen Fällen immer
stattfindende Zeremonie mit Prozession und Messgewändern sieht, so
erscheint ihm das als etwas Neues und Merkwürdiges. Er geht
vielleicht nicht jeden Sonntag in die Kirche, und solche Feiern
kommen ja in den einzelnen Kirchen sehr selten vor, wenn man
die Domkirchen ausnimmt.
2. Mit einer bewundernswerten Pietät und Opferfreudigkeit
machen heutzutage die Gemeinden bei uns Anstrengungen, ihre
alten, schönen Kirchen durch Ausbesserungen,
Wiederherstellungen altertümlicher, in der Aufklärungszeit vor hundertvierzig
Jahren und später übertünchter Malereien und sonstiger
Kunstwerke, bessere Heizungssysteme, Reinigung, neue Gaben usw.
zu erneuern. Wenn dann die Kirche nach längerer Restauration
in der Regel vom Bischof oder von einem von ihm verordneten
Domkapitular oder Probst wieder eröffnet wird, so ist das bei
uns keine neue Weihe der Kirche, aber die Gemeinden wünschen
als Anerkennung ihrer liebevollen Mühe, dass die Wiedereröffnung
feierlich gestaltet wird mit den für die Weihe vorgeschriebenen
Priestergewänden etc. Alba, Casubla, Bischofsrock, Mitra,
Hirtenstab etc. sind in der Liturgie nur für besondere
Gelegenheiten vorgeschrieben. In solchen Fällen ist die vorgeschriebene
Tracht in allen Diözesen Schwedens immer getragen worden,
wie auch jetzt von mir. Ich habe überhaupt »keine alten
katholischen Gebräuche aufleben lassen». Ich habe durchaus keine
merkwürdige Vorliebe für die Mitra». Im Gegenteil, man
könnte mich in dieser Beziehung eines Ungehorsams gegen die
Liturgie anklagen. Ich trage nämlich die Mitra sehr ungern.
Wenn ich mit schwedischen Amtsbrüdern amtiert habe, habe
auch ich die Mitra benutzt, um lojal zu sein und nicht
abzustechen. Sonst vermeide ich sie, auch weil es mir unangenehm
ist, mit dieser Kopfbedeckung zu reden. In der Regel setze ich
jedoch die Mitra vor dem Schlüsse der betreffenden Zeremonie
auf. Ich sagte, dass die Benutzung der prächtigen Kirchenge-
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