- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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erich burger

bringt auch kaum nennenswerte Veränderungen. Mönst. (ebenso
Thorn. u. Jesp.) gleichen Erfurt 1524 genau1 bis auf die um die
Hälfte gekürzte Schlussnote der 1. und dem kurzen Auftakt der
2. Zeile.2 Kalm. und Rappe, die sich identisch sind, schreiben
durchgängig gleiche Notenwerte ohne Pausen. Beide haben als
Anfangston der 6. Zeile, den Schlusston der 5., wie wir es in Deutschland
zuerst in dem Breslauer G. B. von Triller und später auch bei Osiander
finden. Die folgenden Aufzeichnungen und Ridd. und G. behalten
diesen Ton bei. Ridd. bringt noch eine rhythmische Variierung der

1. Zeile: Ii I I j die sich in Deutschland

® ei s) c * a o do

nicht nachweisen liess. Ausserdem als Anfangsnote der 2. Zeile die
Oberterz, die Hassler eingeführt hat und auch von G. übernommen
ist. Die Fermaten auf den Schlussnoten in Ridd. und G. finden sich
ebenso bei Osiander. Dieser bringt auch zuerst die Erhöhung des
f zu fis in der vorletzten Zeile, die von Rappe und allen späteren in
Schweden übernommen wird. Damit ist der kirchentonartige
Charakter der Melodie zerstört. Sie schliesst nun mit dem Halbschluss
auf der Dominante und wirkt harmonisch offen, im übrigen zeigt der
Duktus überall eine ausserordentliche Festigkeit, die den echt
geistlichen Charakter der Weise bestätigt.

2. »Aus tiefer Not schrei ich zu dir» (II, hypoionische Mel.)
Herr wie du willst, so schicks mit mir»)

Schwed.: »O Jesu Christ, som mandom tog»
(Dän.: »Af dybiste nöd lader oss til Gud»)

Quellen: Deutsch: Kirchenamt Strassburg 1525 (1559) (Z. 4438 b).

Schwed.: Mönst., fol. 93; Rappe, fol. 36; V. B. 30; Ridd., pag. 116;
G. 120.

(Dän.: Thorn., fol. 179.)

Für diesen Adventspsalm der schwedischen Kirche müssen wir
ebenfalls früh eine weite Verbreitung annehmen. Der Text findet

1 Eine direkte Vorlage der Erfurter Notierung v. 1524 für d. dän.
Fassungen, wie auch für Mönst. u. Kalm. ist nicht ausgeschlossen, da derselbe
Mangel eines vorgezeichneten b hier wie dort besteht. Wie Ameln (s. o.)
erweist, handelt es sich um einen Notierungsfehler. Die Mel. steht in
hypophry-gisch.

2 Mit der Bezeichnung »Zeile» ist in dieser Arbeit der einer Verszeile
entsprechende Melodieabschnitt gemeint. Der sonst oft gebrauchte Ausdruck
»Periode» wurde wegen seiner Vieldeutigkeit gemieden.

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