- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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erich burger

17. »War Gott nicht mit uns diese Zeit»

Schwed.: »Utan Herren faller oss till»

(Dän.: »Ware Gud icke met oss i denne tid»)

Quellen: Deutsch: Joh. Walter 1524, No. 28 (Z. 4434).

Schwed.: Kalm. X, fol. 152; Mönst., fol. 174; Rappe, fol. 22 (doppelte

Melodie); Ridd., pag. 102; G. 96.

(Dän.: Thorn., fol. 296 b; Jesp., fol. 350; Mogens Pedersen No. 21.)

Dieses Lied Luthers über den 124. Psalm erscheint zuerst mit
einer eigenen Melodie in Joh. Walters G.B. 1524.1 Sie steht hier im
dorischen Kirchenton, während sie Babst 1545 äolisch bringt. Diese
Schreibart wurde für die ersten schwedischen Aufzeichnungen in
Kalm. I und Mönst. ausschlaggebend.2 Rappe (1. und 2. Fassung),
Ridd. und G. haben dagegen die dorische Notierung. Die
Überlieferung der Weise in Schweden zeigt einige kleine Varianten. Die
2. (4.) Zeile beginnt durchweg mit der doppelten Dreiklangsfolge
e-c-a-c-e-, die Rappe mit Durchgangsnoten überbrückt (Mönst.
nur die letzte Terz c-d-e). Ridd. und G. haben dagegen die
einfache Form, letzteres streicht sogar das Schluss-Melisma. Zu Anfang
der 5. Zeile rückt der Terzschritt durchweg um eine Stufe nach oben:
d-e-c-h statt d-e-d-h wie bei Walter (Rappe, 2. Fassung, schreibt
auch hier Durchgangsnoten). Die Walter’sche Schlussterz wird wie
bei Schütz, Hassler u. a. durch die Zwischennote h gefüllt, ausser
bei Ridd. und G., die hier abweichend auf der Untersekunde g
schlies-sen, augenscheinlich parallel zum Schluss der 6. Zeile. Dadurch
erklärt sich auch der folgende erniedrigte Einsatz auf demselben Ton
bei G. Ridd. schliesst die 7. Zeile in Anlehnung an Crüger mit dem
erhöhten Leitton gis. Mönst., Ridd. und G. kadenzieren ebenda mit
dem Dreiklangsmotiv der 2. Zeile. Kalm. verziert mit einer
Wechsel-und Rappe mit Durchgangsnoten. Die Schlusszeile schreibt Kalm.
ohne Pause wie die späterem deutschen Quellen. G. kürzt um das
Melisma der Schlussformel. Bemerkenswert ist noch die rhythmische
Variante des durchgeführten 3-Takts in der 2. Fassung von Rappe
und G. Das erhöhte Subsemitonium der 1. Zeile können wir für die
gesangliche Ausführung schon bei Walter3, Kalm. und Mönst. an-

1 Eine 2. Mel. zum selben Text hat Walter’s G.B. von 1537. Sie fand
gegenüber der ersten keine grössere Verbreitung und ist in Skandinavien nicht
nachweisbar.

2 Der schwedische Text steht schon im Ps.B. von 1536 gedruckt.

3 Vgl. Zelle, S. 37.

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