- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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erich burger

langen Noten setzt, wie alle schwedischen Fassungen, (ausser Mönst.)
auch Seth Calvisius (1597) ein. Hier findet sich ebenso die
darauffolgende Punktierung von Rappe, Ridd. und G. Dieselben
punktieren ausserdem den höchsten Ton f in der Schlusswendung, wodurch
die Synkope aufgelöst wird. Nur Mönst. schreibt hier wie Klug.
Kalm. hat die selben Noten wie Rappe, Ridd. und G., nur ohne
Punktierung und in Vierteln geschrieben. Diese Schlussformel
bringen in Deutschland Raselius 1599, Schütz u. a. Der kurze Auftakt
der 2. (4.) Zeile fällt ausser bei Mönst. durchweg fort (in
Deutschland ebenso bei Calvisius). Die Auflösung der Synkope in der Kadenz
findet sich zuerst im Strassburger G.B. 1616 und wird später von
Crüger u. a. ebenso geschrieben. In Schweden treffen wir dieselbe
Änderung bei Kalm., Ridd. und G. Diese beginnen die 5. Zeile
abweichend mit dem Dreiklang f-a-c. Die bei Zahn1 agbedruckte
Melodie von König 1738 hat die gleiche Variante, woraus wir
schlies-sen können, dass sie nicht zuerst bei König auftritt, sondern schon
im 17. Jahrh. in Deutschland gebräuchlich war, und von da nach
Schweden kam. Eine volkstümliche Redaktion zeigt hier Rappe,
indem es den Dreiklang mit Durchgangsnoten füllt und verschieden

rhythmisiert:

In der 6. Zeile

vermeidet Ridd. den Auftakt im Quintschritt und setzt unmittelbar
auf c ein im Anschluss an den vorhergehenden Schlusston. Mönst.,
Rappe und G. haben die 2. Note punktiert. Ridd. schreibt hier 2
Achtel c-d und 2 folgende Viertel e. Die letzteren haben auch Kalm.
und G. Eine eigentümliche Variante bringt Mönst., indem es den
höchsten Ton f nicht an letzter, sondern vorletzter Stelle bringt,
wodurch die Folge d-f-e entsteht, statt der diatonischen Wendung
der übrigen d-e-f. Das ist melodisch entschieden von Nachteil und
schwächt die kraftvolle Steigerung der deutschen Fassung.
Dasselbe gilt für die Änderung der folgenden Zeile, in welcher bei
sämtlichen schwedischen Fassungen die Auftaktnote e wegfällt. Mönst.
notiert hier abweichend von allen übrigen um eine Sekunde tiefer,

Zeit oft die Schlüssel- u. Vorzeichensetzung behandelt wurde, ist, dass hier
Mönst. die Mel. lydisch (F-Dur ohne b) u. Kalm. I mixolydisch (C-Dur mit b)
notiert. Diese offensichtlich falsche Schreibweise wurde in der Notenbeilage
auskorrigiert.

1 Vgl Z. 7377 d.

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