- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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erich burger

gesetzt wird.1 Die Melodie erscheint in Dänemark schon bei Thorn.,
in Schweden zuerst handschriftlich in Kalm. I. Eine Übersetzung
des Textes enthielt wahrscheinlich das Ps.B. von 1543. Jedenfalls
wird er vom Ps.B. von 1567 aufgeführt.

Die Melodie zeigt in der Überlieferung eine auffällige Festigkeit
und wird von allen Fassungen (auch den dänischen) notengetreu
wiedergegeben.2 Die langen Auftakte fallen bei Rappe und G. weg.
Nur am Anfang der 1. Zeile schreibt G. eine ganze Note und streicht
dafür die folgende halbe. Kalm. und Mönst. haben in der letzten Zeile
kein b, jedoch galt für die praktische Ausführung sicher die kleine
Sexte. Das Subsemitonium in der 3. und 4. Zeile bei Rappe und G.
wird ebenso von den meisten deutschen Choral-Büchern des 17.
Jahrh. notiert. In der letzten Zeile hat G. eine lebhaftere Wendung
durch 2 eingefügte Viertelnoten und eine Punktierung der 5. Note.

23. »Gott der Vater wohn uns bei»
Schwed.: »Herre Glid Fader, statt oss bi»

(Dän.: »Gud Fader bliff du nu met oss» und »Jesu Christ dig tacke vi»)
Quellen: Deutsch: Joh. Walter 1524, No. 34 (Z. 8507).

Schwed.: Mönst., fol. 105; G. 189.

(Dän.: Thorn., fol. 110 b und fol. 59; Jesp., fol. 273 u. 148.)

Das alte Bittfahrerlied auf den 25. April, den St. Markustag,
mit dem Text »Sancta Maria (oder »Sanctus Petrus . . .») wohn uns
bei», wurde von Luther »gebessert und christlich korrigirt» und in
das Walter’sche G.B. 1524 aufgenommen.3 Die spätere Überlieferung
bringt fast durchweg die kleinen Abweichungen der Babst’schen
Fassung, so auch Thorn., Mönst. und G. In Schweden erscheint der
Text des Liedes zuerst im Ps.B. von 1567. In der Auflage von 1614
wird der Choral in besonderer Bestimmung für den Sonntag der
Dreifaltigkeit genannt. Die Melodie wird von Mönst. und G.
abweichend im 3-Takt notiert, wodurch einige Notenverdopplungen
und -Verkürzungen entstehen. Die 1. (3.) und 2. (4.) Zeile stimmen

1 Vgl. Kümmerle III, S. 749—750.

2 Über die Ausdehnung des dorischen Ambitus bis zur kleinen None
(in der 3. Zeile), vgl. die Äusserungen früherer Theoretiker (zitiert bei
Kümmerle III, S. 749).

3 Vgl. Wolfrum, S. 51. Die älteste vorreformatorische Quelle ist eine
Münchner Handshr. von 1422. Cod. germ. No. 444. Pp. 4°: »Sanctus Petrus
won uns bi» (Kümmerle I, S. 489).

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