Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
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i8o erich burger
Schreibfehler zurückzuführen, da im übrigen die Fassung genau mit
der deutschen übereinstimmt. G. notiert ausser einigen kurzen
Auftakten eine Variante in der Schlussformel der 8. Zeile, die eine
Vereinfachung darstellt, indem der Terzschritt d-f zur Sekunde d-es
und die folgende Quarte zur Terz es-c verkleinert wird. Diese
Wendung war für den Gemeindegesang zweifellos günstiger. Die
Punktierung an dieser Stalle wird von Ridd. und G. gestrichen.
43. »Mit Fried und Freud fahr ich dahin»
Schwed.: »Med glädje och frid far jag nu hän»
(Dän.: »Met glaede oc fred far ieg nu hen»)
Quellen: Deutsch: Joh. Walter 1524, No. 27 (Z. 3986).
Schwed.: Mönst., fol. 108; G. 397.
(Dän.: Thorn., fol. 333 b; Jesp., fol. 117.)
Dieser Choral, der »Lobgesang Simeonis des Altvaters», gehört
zu den »Cantica», die früh in der christlichen Kirche beliebt geworden
sind und in den liturgischen Nebengottesdiensten verwandt wurden.
Luther bearbeitete den Text und schuf eine Melodie dazu1, mit
welcher das Lied überall im evangelischen Gemeindegewang heimisch
wurde.
In Schweden finden wir eine Übersetzung des Textes im Ps.B.
von 1572. Mönst. notiert zuerst die Melodie, indem es dabei genau
Thorn, kopiert. Diese Fassung zeigt gegenüber Walter nur
unbedeutende Abweichungen. Etwas stärker variiert G. So wird zu
Anfang der 1. Zeile der Grundton viermal wiederholt (in 2 halben und
2 Viertelnoten), während ihn Walter nur einmal, Mönst. zweimal
schreibt. Dafür fällt die nach dem Quintschritt folgende Quarte
weg, wodurch die beiden aufeinander folgenden ungesanglichen
Quintsprünge vermieden sind. Die 2. Zeile erfährt eine
Vereinfachung durch Streichen der punktierten Noten und des
wiederholten c mit dem ihm anhängenden Melisma (4., 5. und 6. Note).
Zu Anfang steht statt der Septime c die Sexte h, im Anknüpfung an
den vorhergehenden Schlusston a. Schein schreibt die Schlussformel
ebenso. Die 3. Zeile steht mit Ausnahme der Punktierung in
derselben Form bei Crüger. Zu Anfang der folgenden Zeile streicht G.
die Punktierung und die folgende Plika, wodurch der Terzschritt
1 Die Autorschaft Luthers wird fast unbestritten angenommen. (Vgl.
u.a. Wolfrum, S. ioi u. Kümmerle II, S. 283.)
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