- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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i8o erich burger

Notenbeilage zitierten »alten Seemannsliedes»1 stimmt so gut wie
notengetreu mit G. überein.2

54. »Was mein Gott will, das g’scheh’ allzeit»
Schwed.: »Hwad min Gud wil, altid thet sker».

Quellen: Deutsch: Joach. Magdeburg, Tischgesänge, 1572 (Z. 7568).
Schwed.: Kalm. I, fol. 149; Mönst., fol. 108; G. 262.

Der Text dieses Liedes ist einer alten Tradition zufolge von
Markgraf Albrecht von Brandenburg. Doch steht seine
Verfasserschaft nicht mit Gewissheit fest.3 Es erscheint zuerst in
Einzeldrucken bei Friedrich Gutknecht Nürnberg 1554.4 Mit unserer
Melodie findet es sich in den Tischgesängen von Joach. Magdeburg
1572. Dieser entnahm sie den »Souter liedekens» (Antwerpen 1540),
wo sie zum 128. Psalm: »SI bestreden my dicmael» verwendet ist.5
Jedoch steht die Weise schon in der Atteignant’schen Sammlung
von 1529: »Trente et quatre chansons musicales . . .» mit einem
weltlichen französischen Text, »II me suffist de tous mes maulx».

In Schweden wird eine genaue Übersetzung des deutschen
Textes in das Ps.B. von 1610 aufgenommen. Die Melodie notiert
zuerst Kalm. I. Während die schwedischen Fassungen unter sich
fast genau übereinstimmen, zeigen sie gegenüber der deutschen Quelle
mehrere Abweichungen, die sich nur zum Teil in Deutschland
nachweisen lassen. Die 1. (3.) Zeile beginnt mit der Tonika und
doppeltem Quartschritt g-d-g. Abgesehen von der Auftaktsnote stimmt sie
im übrigen völlig mit dem Casseler G.B. 16016 überein. Die 2. (4.)
Zeile beginnt wie das Eler’sche G.B. (Hamburg 1588) mit einer
Wechselnote: b a b.7 Ebenso hat Eier den Terzschritt (c-a) wie G.
Die Punktierung in der Schlussformel fällt überall weg. Kalm. und

Joh. Bolte: »Deutsche Volkslieder in Schweden» (S. 275 ff.) u. Thierfelder,

s. 77—78.

1 Veröffentlicht von Nils Dencker in »Göteborgs Handels- och
Sjöfarts-Tidning» in der Ausgabe vom 22. Sept. 1928.

2 Über den Mora-Psalm in der Notenbeilage vgl. unten S. 249 ff.

3 Vgl. hierüber Wackernagel III, 1070—1071.

* Wackernagel, ebenda.

6 Vgl. Kümmerle IV, S. 124. 6 Vgl. Zahn VI, S. 99.

’ Mönst. hat hier augenscheinlich einen Schreibfehler, indem es die 1.

Note übergeht.

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