Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
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deutsche kirchenmelodien in schweden
23 t
Mönst. haben als vorletzte Note die Obersekunde wie das Casseler
G.B., G. schreibt den Leitton wie Crüger und verkürzt die beiden
vorhergehenden Noten zu Achteln. Die 5. Zeile beginnt abweichend
auf der Oberquarte c, die Kalm. vier-, Mönst.1 und G. fünfmal
wiederholt. Die bei G. darauffolgende Terz c-a findet sich sonst nicht.
Die übrigen schreiten diatonisch weiter bis zur Untersekunde f, die
dreimal wiederholt wird. G. hat die Schlussformel mit dem Leitton
als Wechselnote wie Joach. Magdeburg. In der 6. Zeile fallen bei
Kalm. und Mönst. die Punktierungen der 2. und 5. Note mit der
anschliessenden kurzen Note weg. Nach dem Auftakt folgt die
Tonika statt der wiederholten Untersekunde. Der Schluss wird in
beiden Handschriften um 3 Noten durch die nochmalige Steigerung
zur Terz erweitert. An letzter Stelle steht die Ober- statt der
Untersekunde wie auch bei Hassler und Vulpius. G. stimmt in dieser
Zeile genau mit Gesius 1601 überein. Die Schlusswendung der
vorletzten Zeile entspricht mit dem Terzschritt b-g wieder dem
Casseler G.B. Zu Beginn hat G. wie oben die Tonika als Auftakt. Die
letzte Zeile ist überall mit der 2. (4.) identisch.
55. »Lobet den Herrn, denn er ist sehr freundlich»
Schwed.: »Låfsjunger Herran, låfsjunger Herran»
Quellen: Deutsch: Antonius Scandelli, Nürnberg 1568, No. V (Z. 975).
Schwed.: Uppsala Psalmboken 1616; Mönst., fol. 104; Ridd., pag.
106; G. 110.
Dieses Danklied über den 147. Psalm findet sich zuerst in
Antonio Scandelliis »Newe Teutsche Liedlein mit Vier und Fünff
Stimmen». Es hat sich seither überall in den evangelischen
Gemeinden verbreitet und ist bis heute bekannt geblieben. In Schweden
erscheint eine Übersetzung des Textes im Ps.B. von 1610. Die
deutsche Melodie wird bald darauf im Uppsala Psalmboken von 1616
notengetreu abgedruckt. Damit ist die weitere Überlieferung im
wesentlichen festgelegt und so finden sich nur geringe Abweichungen
in den späteren Quellen. G. streicht in der 1. Zeile die Punktierung
und schreibt dafür zwei Viertel. In der 2. Zeile löst G. die
Schlussterz nicht auf. Ridd. beginnt hier wie Schein und Crüger mit der
Terz, statt der Obersekunde und stimmt mit denselben auch in der
1 Auch hier hat Mönst. einen Schreibfehler: c darf dem Text entsprechend
nur viermal stehen (wie Kalm.).
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