- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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f.rich burger

folgenden Zeile überein. G. notiert ebenda ausser der ersten und den
beiden letzten Noten nur Viertel, wobei der Ton c sechsmal
wiederholt wird. Die Schlusswendung schreitet von der Quinte d nur bis
zur Tonika fort, nicht bis zum Leitton wie die anderen. In der 4.
Zeile notiert G. als Auftakt- und Schlussnote abweichend die
Obersekunde. In der 5. Zeile steigt Ridd. in umgekehrter Wiederholung
des Anfanges wieder zur Quinte auf wie Schein und Crüger. Die an
7. Stelle fehlende Note ist als Schreibfehler anzusehen. Die
Schlussformel schreiben alle schwedischen Quellen vereinfacht, ebenfalls in
Anlehnung an Schein und Crüger. Die Punktierung fällt bei G. weg,
wie hier überhaupt eine rhythmische Vereinfachung durch
Ausgleichung der Notenwerte zu bemerken ist.

56. »An Wasserflüssen Babylons»

Schwed.: »Wid the älfwer i Babylon»

Quellen: Deutsch: Strassburg 1526, Bl. 43 b (Z. 7663).

Schwed.: Mönst., fol. 88; Ridd., pagg. 104; G. 102.

Der Text dieses Chorals wurde von Wolfgang Dachstein,
Organist am Münster zu Strassburg gedichtet. Ihm wird auch fast
allgemein die Melodie zugeschrieben1, mit welcher das Lied im
Strass-burger Kirchenamt 1525 (No. VI)2 erschien. Das schwedische Ps.B.
von 1610 bringt eine erste Übersetzung des Textes. Die Melodie
findet sich bei Mönst., Ridd. und G. mit nur geringen Abweichungen
von der deutschen Überlieferung: G. kürzt durchweg den Auftakt.
Am Schluss der 1. (3.) Zeile punktiert es die Quarte b. Nach dem
Spitzenton der folgenden Zeile schreibt G. den Terzschritt (c-a).
Mönst. und Ridd. punktieren hier wie Hassler und Crüger. Die 5.
Zeile beginnt G. abweichend auf der Terz statt der Tonika. Die
Auflösung des b zu h in der 6. Zeile bei Ridd. haben Schütz, Schein
und Crüger ebenso. Der folgende Auftakt bei G. wird um eine Terz
(von a nach c) erhöht. Die Schlussformel der 8. Zeile, die Mönst.
verziert bringt, ist bei Ridd. und G. (nach Hassler und Schein)
vereinfacht. G. wiederholt hierbei den Schluss der 2. (4.) Zeile, indem
es sich zur Tonika wendet. Auf dieser beginnt auch die folgende

1 Das Exemplar ist 1870 in Strassburg verbrannt, weswegen hier in der
Notenbeilage wie bei Zahn die Auflage von 1526 zitiert wird.

2 Vgl. u. a. Wolfrum (S. 62), der hier von einem typisch geistlichen
Volkslied spricht, weil Wort und Weise zusammen erfunden wären.

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