Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
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f.rich burger
Dabei sind folgende Abweichungen bemerkenswert: In der i. Zeile
füllt Rappe die beiden Terzschritte c-a, a-c mit Zwischennoten, G.
nur den zweiten mit Punktierung der i. Note. Der Leitton h wird
hier (wie auch in der 5. Zeile) ausdrücklich notiert (gleich Wulpius,
Schein, Crüger und den meisten späteren). In der 2. Zeile hat Rappe
wieder eine Terzverschleifung (g-a-b), die G. punktiert bringt unter
Anfügung der Quinte c. Die 3. Zeile hat Rappe genau wie Wulpius.
Mönst. schreibt die gleiche Schlussformel. G. bringt hier eine
melis-matische Erweiterung des letzten Terzschrittes: f e f d c statt
einfach f d. c. In der folgenden Zeile füllen Mönst. und Rappe die Terz
a-c mit der Durchgangsnote. Die 7. Zeile stimmt durchweg mit der
3. überein, nur schreibt Mönst. die Schlussterz punktiert. In der
vorletzten Zeile schreiten Mönst. und Rappe bis auf die beiden
Quartschritte zu Anfang und Schluss diatonisch fort. Das erste
Halleluja beginnen Rappe und G. auf der Obersekunde und füllen die
beiden folgenden Terzschritte mit Zwischennoten in punktiertem
Rhythmus. Mönst. setzt auf der Tonika ein und notiert nur den 1.
Terzschritt wie Rappe und G. Das 2. Halleluja ist bei Mönst. mit
dem Schluss bei Klug, bei den übrigen mit Crüger identisch.
58. »Gieb utiserm Fürsten und aller Oberkeit»
Schwed.: »Gudh gifwe wårom Konung och all Üfwerhet»
(Dän.: Gud giffue vor Könning oc all öffrighed»)
Quellen: Deutsch: Joh. Walter 1566 (Z. 1945 b, 2. Teil).
Schwed.: Kyrko-Handboken Uppsala 1614; Rappe, fol. 42; Ridd.,
pag. 38; G. 311.
• (Dän.: Thorn., fol. 254 b.)
Dieser Bitt-Choral steht zuerst in Joh. Walters Choralsammlung
von 1566 als 2. Vers zu »Verleih uns Frieden gnädiglich».1 In diesem
Zusammenhang ist er seither geblieben. In Schweden erscheint er
zunächst selbständig im Kirchenhandbuch von Uppsala 1614. Doch
die späteren, Rappe, Ridd. und G. (ebenso vorher Thorn.) bringen
ihn in der Walterschen Verbindung. Die Überlieferung zeigt,
abgesehen von einigen Terzverschleifungen, keine Abweichungen. Nur
notieren alle schwedischen Fassungen die Melodie durchweg
isometrisch und nicht polymetrisch wie Walter. Ridd. hat bei der 3.
Fermate augenscheinlich einen Schreibfehler, da hier allgemein die Terz
1 Vgl. oben No. 21.
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