Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
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deutsche kirchenmelodien in schweden
23 t
(b) und nicht die Untersekunde (a) steht. Das Kirchenhandbuch
notiert die letzte Zeile wie Schein und Thorn. Ähnlich auch Rappe
und Ridd., nur mit Ausfüllung der Schlussterz. Das abschliessende
Amen, das bei Walter fehlt, scheint aus G. Dietrichs »Christliche
gesenge» Nürnberg 1572 hinzugekommen zu sein.1 Ridd. notiert
dies wie Crüger, G. wie Schein.
59. »Hilf Gott wie geht es immer zu»
Schwed.: »Gud är wår starkhet»
(Dän.: »O Jesu Christ, som mandom tog»2)
Quellen: Deutsch: Burmeister, Geistliche Psalmen, Rostock 1601 (Z. 4432 b).
Schwed.: Ridd., pag. 91.
(Dän.: Thorn., fol. 25 u. Jesp.)
Der Text des Liedes ist eine Übersetzung des 2. Psalmes von
Andreas Knopp (oder Knöppken). Die Melodie erscheint zuerst bei
Burmeister 1601 als mixolydische Umbildung einer Walterschen
Komposition.3 Sie wird in dieser (Dur-)Form auch von Crüger
aufgenommen zu dem Text: »Ein Würmlein bin ich arm und klein».
Jedoch kam nach Schweden nur der erste Text, der sich schon im
Kirchenhandbuch von 1614 gedruckt findet. Die Melodie wird uns
nur von Ridd. überliefert, wo fast notengetreu die deutsche Vorlage
wiedergegeben wird. In der 1. (3.) Zeile fällt die 7. Note (c) aus
Gründen der Vereinfachung weg. Ebenso die Punktierung in der 2.
(4.) Zeile. Hier wird die 3. Note c als Leitton zu eis erhöht. Die 5.
Zelle nimmt den Spitzenton f nicht im Quartsprung, sondern in
diatonischer Fortschreitung: d e f. Die letzte Zeile notiert Ridd. wie
Crüger 1640.
60. »Vom Himmel hoch da komm ich her»
Schwed.: »Af Himmels högd jag kommen är» oder (bei Ridd.) »War glad tu
Helga Christenhet»
Dän.: »Fra Himmelen höijt komme wi nu her»
1 Vgl. die Anmerkung zu diesem Lied im Allgemeinen Schwedischen
Choralbuch von 1921.
2 Der dänische Text für dieses Lied wurde augenscheinlich von Schweden
herübergenommen, da er dort als »3. Originalpsalm Petris» (Liedgren) im
Ps.B. von 1530 erschien (vgl. No. 2).
3 Diese steht in g.-Moll. Vgl. Z. 4432 a.
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