- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche

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deutsche kirchenmelodien in schweden

23 t

mit Schein auf der Unterquarte. Im folgenden steigt G. 375 bis zur
Quarte b auf, die anderen verkleinern den Ambitus und schreiben als
höchsten Ton a. Dies ist wohl ein Zeichen der Zersingung, die den
melodischen Gehalt der Zeile nicht mehr zu fassen vermochte, wie
auch aus der monotonen viermaligen Wiederholung der Tonika bei
Rappe und G. 249 hervorgeht. Die 4. Zeile gleicht durchweg der
ersten, nur setzen G. u. Rappe diesmal wie auch in Deutschland
allgemein üblich mit dem Terzschritt nach abwärts ein. Kalm. und
Mönst. vermeiden hier die Verschleifung der Terz a-c. Die 5. Zeile
bleibt der 2. identisch. In der letzten Zeile fällt ausser bei G. 249 der
Spitzenton c weg, sodass der Ambitus nur noch bis zur Quarte b
reicht (in Deutschland ebenso, zuerst bei Gesius 1605). G. 249 streicht
den Quartenauftakt, punktiert die 2. Note und erweitert den Schluss
mit der Dreiklangswendung c-a-f-a. Auffällig ist die Fermate auf
der 5. Note b, wodurch die Zeile (aus textlichen Gründen) in 2
Abschnitte geteilt wird, was auch die Erweiterung des Schlusses
motiviert. G. 375 verschleift die letzte Note mit einer Punktierung.

64. »Allein Gott in der Höh sei Ehn

Schwed.: »Allenaste Gud i Himmelrik»
(Dän.: »Alleniste Gud i Himmerig»)

Quellen: Deutsch: Valentin Schumann, Leipzig 1539, Bl. 87 (Z. 4457).

Schwed.: Kalm. I, fol. 154 c; Mönst., fol. 108; V. B. 30; Ridd., pag.

119; G. 192.

(Dän.: Thorn., fol. 109 b; Jesp., fol. 7; Mogens Pedersen No. 2.)

Die älteste Quelle für den zunächst niederdeutschen Text
unseres Liedes ist das sogenannte Speratusbuch von 1526.1 Die Melodie
findet sich mit hochdeutschem Text zuerst bei Valentin Schumann
1539. Sie zeigt einen deutlichen Zusammenhang mit Stücken aus
einem Gloria zu dem »Kyrie in adventu Domini».2 Wie Tucher3
annimmt, hat der mutmassliche Textdichter Nikolaus Decius die
altliturgische Weise für sein Lied selbst bearbeitet. In Schweden
finden wir eine genaue Übertragung mit gleichzeitiger Aufzeichnung
der Melodie bei Kalm. I. Sie weicht hier nur geringfügig von der
Schumann’schen Fassung ab. Ebenso in den späteren schwedischen

1 Vgl. Kümmerle I, S. 23.

2 Vgl. u. a. bei Lukas Lossius 1569.

3 v. Tucher, Schatz d. ev. Kirchengesanges II, S. 384.

14—32739. Kyrkohist. Årsskrift 1932.

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