Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - II. Liedvergleiche
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f.rich burger
Als Schlussnote steht hier die Untersekunde. Die letzte Zeile hat
einige Ähnlichkeit mit der fünften von Albert. Nur wendet sie sich
nach dem Quarteneinsatz nicht mehr bis zum höchsten Ton d,
sondern zur Obersekunde c und schliesst dann auf der Tonika. —-
Arrhenius hat für die Melodie ein b vorgezeichnet, es muss jedoch auch
»es» stehen, wie aus der ausdrücklich notierten Erhöhung in der
2. Zeile hervorgeht. Die Weise ist, wie in Deutschland, nicht
hypo-lydisch, sondern hypojonisch.
69. »Meinen Jesum lass ich nicht, weil. . .»
Schwed.: »Jesus allt mitt goda är»
Quellen: Deutsch: P. Sohren, Prax. piet., Frankfurt 166S, No. 644 (Z. 3450).
Schwed.: Arrhenius 16911.
Der Text dieses Liedes, der um 1665 von dem Zittauer Rektor
Keymann gedichtet wurde, fand mehrere Melodien.2 Am meisten
verbreitete sich in Deutschland die Umarbeitung der ältesten
Ham-merschmidt’schen Weise von P. Sohren für die Frankfurter »Praxis
pietatis» von 1668. In dieser Form kam das Lied auch nach Schweden,
wo es durch Arrhenius eine wortgetreue Übersetzung erfuhr. Die
dort beigefügte Melodie gleicht der deutschen fast genau. Die 2.
Zeile wendet sich unmittelbar nach den ersten beiden Noten in zwei
Achteln (a-b) nach dem höchsten Ton c, der dann als Schlussnote
verdoppelt wird. Der Anfang der 3. Zeile bringt eine einleitende
Wendung (c-a-d), wodurch der höchste Ton f, der bei Sohren als 1.
Note steht, an die 4. Stelle rückt. Die folgende Note erhält eine
Punktierung und die letzte wird als Leitton für den anschliessenden
Auftakt (wie auch mehrfach in Deutschland) erhöht. Arrhenius
beginnt die 4. Zeile mit der Sexte wie Crüger und schliesst sie auch
wie dieser (ausgenommen die Punktierungen). In der 5. Zeile folgt
nach der 3. Note ein Terzschritt (a—c), der den Schlusston
vorausnimmt. Die letzte Zeile hat Arrhenius genau wie Crüger (1671).3
70. »Ach Gott und Herr wie gross und schwer»
Schwed.: »Ach Gudh och Herr! min synd»
1 Abgedruck bei Beckman, S. 548.
2 Vgl. Kümmerle II, S. 172 ff.
3 Über den Mora-Psalm vgl. unten S. 249 ff.
Ridd. 1694.
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