- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
236

(1900)
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - IV. Ergebnisse der Vergleiche - 1. Folgerungen für die Entstehungsgeschichte der schwedischen Choralsammlungen

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

236

f.rich burger

Zufall ein Exemplar von B. Waldis’ Psalter in die Hände gespielt
haben mag. Wenn Nodermann1 von diesem Choralbuch sagt, es sei
»eine wunderbare, herrliche Liedersammlung, die grossen Einfluss
auf den protestantischen Gesang gehabt hat», so kann ihn zu dieser
Äusserung nur die Verbreitung der Lieder in Schweden bestimmt
haben. Von hier aus aber auf die musikalische Qualität der
Melodien zu schliessen, ist doch übereilt. Wolfrum betont mit Recht,
dass die Waldis’schen Lieder sich »trotz vielfacher Bemühungen im
kirchlichen Volksgesang nicht zu halten vermocht» hatten und
schliesst sich v. Winterfeld an, der darauf hinweist, »dass die
äusseren Erfordernisse kirchlichen Stils für sich allein nicht hinreichen,
einem auch sonst schätzbaren Gesänge in der Kirche eine dauernde
Heimat zu sichern».2 Damit ist klar gesagt, dass es sich hier incht
um ursprüngliche und von echter Musikalität getragene
Kompositionen handelt, die geeignet waren, volkstümlich zu werden.

Wir gehen nicht fehl, wenn wir annehmen, dass bei der
Übernahme der protestantischen Lieder der Zufall eine grosse Rolle spielte
und nur selten eine kritische Auswahl erfolgte. Nachdem sich das
Land der neuen Lehre zugewandt hatte, übertrug man eben, wessen
man gerade habhaft werden konnte. Jedoch standen
augenscheinlich bekannte Komponisten oder grössere Choralbücher wie Crügers
»Praxis pietatis melica» im Vordergrund des Interesses.

Folgende Übersicht mag dies verdeutlichen:

Von 118 übernommenen Liedern sind
65 von bekannten Komponisten3 und zwar von B. Waldis 17 (!),
von Luther 12, von J. Crüger 11, von Walter 6, von P. Sohren 6,
von Rist, Nikolai und Albert je 2, von Ahle, Burmeister,
Dachstein, Hassler, M. Praetorius, Meckardt und Scandelli je 1.
37 von unbestimmten Verfassern.

14 mit ursprünglich weltlichen Melodien (deutsche Kontrafacta).

den von Laurentius Petri redigierten Auflagen des »Then swenska Psalmboken»
von 1567 u. 1572. Dagegen ist keines der Waldis’schen Lieder Dänemark
nachweisbar.

1 I, S. 12. 2 Vgl. Wolfrum, S. 105. Anm.

3 Wo die Autorschaft nicht mit Sicherheit feststand wie gerade bei den
Luther’schen und Walterschen Melodien, erfolgte die Zuteilung nach der
Ansicht massgebender Forscher, wie Kümmerle, Wackernagel, Wolfrum,
Zahn u. a.

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Sun Dec 10 14:09:31 2023 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/kyrkohist/1932/0248.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free