- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioandra årgången, 1932 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Undersökningar - Erich Burger, Deutsche Kirchenmelodien in Schweden. Ein Beitrag zur Geschichte der schwedischen Reformation - IV. Ergebnisse der Vergleiche - 3. Zusammenhänge und Unterschiede in der Entwicklung des schwedischen und deutschen Kirchenliedes im 16. u. 17. Jahrhundert

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erich burger

ten Rhythmen, meist da, wo Anlehnungen an die Handschr. Rappe
vorliegen. Als Beispiel sei hier zitiert
G. 403 (No. 46):

Das Tanzmässige in dieser Melodie kommt besonders durch den
typischen Polska-Schluss mit der doppelten Finalis zum Ausdruck.2
Eine Wendung wie

kehrt ähnlich bei einer grossen Zahl von schwedischen Tänzen
wieder.4

Der instrumentale Einfluss macht sich ausserdem in melodischer
Hinsicht in Diminutionen, Intervallverschleifungen und kleinen
Verzierungen geltend. So notiert z. B. Rappe in No. 17 (1. Fassung 2.
Zeile):

dagegen Walter:

Wir erkennen in der Art wie in der schwedischen Melodie alle
ausdrucksvollen Intervallschritte mit Nebennoten überbrückt werden,
ein allgemeines Merkmal der Kunstmusik jener Zeit. Vermutlich
ist hier das Interesse, das Schweden um die Mitte des 17. Jahrhunderts
für die italienischen Monodisten hatte, von Bedeutung gewesen.6
Auch das sehr beliebt gewordene Lautenspiel mag zur Entwicklung

1 Vgl. auch G. 1 (No. 16), G. 15 (No. 11), G. 56 (No. 18), G. 120 (No. 2),
G. 125 (No. 28), G. 394 (No. 76).

2 Auch Karl Valentin weist diese Formel als charakteristischen Schluss
der schwedischen Tänze nach (S. 70.)

3 Aus Nils Anderssons Sammlung »Svenska låtar», Polska No. 28.

4 Vgl. auch Arrhenius 1698, No. 6. und 1691, S. 40. (No. 68) usw.

5 So werden in einigen geistlichen Gesangbüchern, z. B. in der Handschr.

Västerås 26, I, im Anhang weltliche italienische und deutsche Lieder im Stil
der Frottolisten notiert.

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