- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Fyrtiofjärde årgången, 1944 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Undersökningar - Theodor van Haag S. J., Die apostolische Sukzession in Schweden - 8. Die Unionsverhandlungen mit Rom und die Frage der schwedischen Weihen

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die apostolische sukzession in schweden

Ii/

stimmt mit der Lage der Dinge in Schweden nicht recht überein,
und es bleibt verdächtig, dass er die eigenartigen Verhältnisse des
Landes nicht berücksichtigt. Wir werden weiter unten sehen, dass
sein Schweigen nicht auf Unkenntnis zurückzuführen ist.

In den Gesprächen mit Possevino tritt Johanns unklare Haltung
auch sonst zutage. Einmal behauptet der König: Auch wir haben
Priester und Bischöfe. Auf die Frage, wer sie eingesetzt und
geweiht habe, erinnert Johann nicht etwa an den historischen
Zusammenhang des schwedischen Klerus mit dem mittelalterlichen
Episkopat — dieser Zusammenhang schien ihm bei dem ausgesprochen
lutherischen Charakter der jetzt lebenden Geistlichen vielleicht
bedeutungslos —, sondern er führt seine königliche
Machtvollkommenheit ins Feld: Die Könige sind in ihrem Land das Haupt der
Religion. Es wird Possevino nicht schwer, diese Behauptung zu
widerlegen.27 In ihr spiegelt sich auf jeden Fall ein wichtiger Punkt des
königlichen Kirchenbildes wieder. Da im Jahre 1580 die
Unionsverhandlungen mit Rom endgültig gescheitert waren, liess sich die
weitere Entwicklung vorausahnen. Johann III. ging von jetzt an
nur noch den Weg seiner eigenen liturgischen Reformen. Die
Ernennungen und Weihen der nächsten Jahre zeigen, dass er glaubte,
auch ohne katholische oder orientalische Hilfe ein wahres
Priestertum in seinem Lande herstellen zu können. Eine Restauration des
alten Glaubens war unter den konkreten Verhältnissen
ausgeschlossen. So kann es nicht wundernehmen, dass die Zweifel Johanns an
den lutherischen Weihen im Lauf der Zeit geringer wurden und
schliesslich ganz aufhörten.

Im März 1578 schickte Possevino die zwölf Forderungen, die
Johann III. als Bedingung für die Wiedervereinigung mit der
katholischen Kirche stellte, nach Rom. Dort beriet darüber eine
Kongregation von acht Kardinälen, wozu der Franziskaner Cesare
Mon-talcini und der Jesuit Francisco de Toledo als theologische Berater
hinzugezogen wurden. Nach eingehender Prüfung wurden fünf der
zwölf Anträge verworfen, darunter die drei, auf die es Johann III.
vor allem ankam: Laienkelch, Priesterehe und Messfeier in der
Landessprache. Von den römischen Beratungen sind die Gutachten
der beiden Theologen erhalten. Während Toledo darin die Gültig-

27 Colloquia a. a. O., fol 129. Theiner I, 622.

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