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128 VI. Der Herrsher in Medina
Ansicht fragte, was er sonst niht zu tun pflegte. Diesmal mußte er si
der Ansiht Abu Bekrs fügen. : :
Als nun Chalid mit seinen Reitern unmittelbar vor dem Heere der
Rechtgläubigen in Sila<tordnung hielt, trat die Gebetsstunde ein. Mo:
Hammed führte da das besondere Gebet ein, das später von der Offen-
barung unter dem Namen „Gebet während der Furt“ sanktioniert wurde.
Das Heer pflegte sonst insgesamt zu beten, aber jeßt wurde es in Abtei-
lungen eingeteilt, von denen die eine gegen den Feind aufgestellt war, wäh-
rend die andere betete. Au die Betenden legten ihre Waffen niht ab.
In der folgenden Naht ließ Mohammed durch einen Wegführer das Heer
über s<wer zugängliche Bergpässe nah Hudajbija, drei Meilen nördlich;
von Mekka geleiten, wo er ein Lager aufshlug. Auf dem Wege geschah
es, daß si< Mohammeds Kamelstute hinlegte und in die Knie fiel. Seine
Begleiter meinten, daß das Tier übermüdet sei und niht weiter gehen
Tönne, aber der Prophet sagte: „Nein, es ist etwas, was sie hindert.
Es ist dasselbe, was den Elefanten hinderte, Mekta zu erreihen.“ Es
scheint also, daß Mohammed schon in seinem Sinne an Rüczug gedaht
hat, und das Mißlingen si und den Seinen so zu erklären versuhte, daß
Allah selbst ihm niht gestatten wollte, diesmal zu seinem Tempel zu
Tommen.
Die Kureischiten sandten nun verschiedene Boten an Mohammed, um
auszuforshen, was er im Schilde führte. Einer von ihnen, ein Kureiscit
Urwa, kehrte sehr imponiert von der Verehrung, um nit zu sagen An-
betung zurüd, die die Rehtgläubigen ihrem Propheten erwiesen. Wie er
erTlärte, wagten sie in seiner Gegenwart nit, laut zu sprehen. Er
brauchte nur mit der Hand zu winken, so geshah alles, was er wollte. Sie
bestrichen ihren Körper mit seinem Speichel und s{lugen sih um sein
Waschwasser. Ihr Leben achteten sie für nihts, wenn es galt, ihn zu bez
süßen, auh ihre Frauen würden ihn in keiner Weise preisgeben.
Jedoch schienen si die Kureischiten kaum bequemt zu: haben, in wirk-
Tiche Unterhandlungen mit Mohammed einzutreten. Die Boten scheinen
eher eine Art Kundschafter gewesen zu sein. Mohammeds Benehmen
gegen einen von ihnen ist zur Beurteilung seines Charakters von gewissem
Interesse. Es war ein Beduinenhäuptling Hulais Ibn Alfama, den die
Mefktaner nah Hudajbija gesandt hatten. Als Mohammed ihn kommen fah,
sagte er: „Er gehört zu den Menschen, die Wert darauf legen, fromm zu
sein.“ Er ließ daher die Opferkamele aus dem Seitentale, wo sie ange-
bunden waren, heraustreiben. Sie kamen mit ihren Halsbändern be-
hangen, die zeigten, daß sie zum Opfer bestimmt waren und hatten ihre
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