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Die Karpathen. 203
Ungarn — in überrashendem Gegensaß stand. Er und der Bürger-
meister führten uns auh zum Kastell hinauf, von wo aus man eine
großartige Auss\icht über Stadt und Straßen, über die Ebenen im
Süden und auf die Karpathen im Norden und Osten hat; ihre 1679
Meter hohe Spitze Sztoj tritt von hier aus besonders hervor. Der Name
ist für die Russen von übler Vorbedeutung geworden, denn das ruf-
sische „sto] ‘“ bedeutet — hast!
Nun meldeten wir uns bcim Stabs8chef der deutshen Südarmee,
Generalmajor von Stolzmann, und unmittelbar darauf beim Armeechef
selbst, dem Generalobersten von Linsingen. Exzellenz Linsingen ist in
Schweden nicht unbekannt; als Chef des ten Armeekorps in Stettin
hat er dort vor einigen Jahren unser Königspaar empfangen. Bei
ihm machten wir dann die Bekanntschaft des Chefs der ten öster-
reichischen Armee, des Generals Böhm-Ermolli, und seines Stabs8-
chefs, des Generalmajors Dr. Bardolff. Auch traf ih bei Tisch den
Major Fürst Max Egon Fürstenberg, den i<h vor Jahren auf einem
Souper beim englishen Botschafter in Berlin kennen gelernt hatte.
Eine besondere Freude aber war es für mich, meinen prächtigen Lands-
mann Major Nils Adlercreutz zu sehen, der am selben Tag in Mun-
fács angekommen war und an unsern nächsten Ausfahrten teilnahm.
General Stolzmann orientierte uns auf einer riesigen Karte über
die Karpathen, entwarf unsern Reiseplan und hielt uns einen meister-
haften Vortrag über die Kriegsereignisse an diesem Teil der Front.
Noch im Januar war das Gebirge schneefrei und das Wetter dem Vor-
marsh Fehr günstig gewesen. Im Februar aber kamen die Nieder-
<läge. Tag und Nacht fiel Schnee, sperrte alle Pässe, verstopfte alle
Straßen, und die Temperatur sank bis auf 23° unter Null. Namen-
lose Strapazen und Leiden hatten die Soldaten auszustehen, und der
Frost war im allgemeinen gefährlicher gewesen als die feindlihen Waffen.
Jetzt lag man oben in den Bergen fest, aber immer im Kampf. Gerade
heute war die Nachricht eingegangen, daß die vom Feind hartnäig
verteidigte Oftryhöhe zum größten Teil genommen sei.
In Sonntagsstimmung und bei strahlendem Sonnenschein fuhren
wir am 25. April von Munkács nah Hujszt. Auf dem Kirchhof stand
die Gemeinde zur Messe versammelt, die Männer in Schafpelzen und
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