Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 40. Der Jahrestag der Schlacht bei Tannenberg
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510 Vierzigstes Kapitel.
bei Tannenberg zu feiern. Unser Heim war vom Verderben bedroht.
Aber die starke Hand dcs Feldmarschalls rettete uns, als die Not am
größten war. Nun hat unsere Stadt seit Monaten die Freude und
Ehre, den großen Feldherrn zu beherbergen, und zur Erinnerung daran
bitte ih um die Erlaubnis, einem Stadtteil den gefeierten Namen Hin-
denburg geben zu dürfen!“
Nachdem die donnernden Hurrarufe verklungen waren und der
Chor noch cin Lied gesungen hatte, ergriff Hindenburg das Wort. Scine
tiese, kräftige Stimme klang laut über die Menge hin. In ruhigen,
klaren, anspruchslosen Worten dankte er für die Ehre, die ihm zuteil
geworden, für Faceln und Gesang und die Rede des Bürgermeisters.
„Mir wird diesc Stadt immer eine teure, unvergeßlihe Erinnerung sein.
Ein Teil meines Lebens ist in ihren Mauern verflossen. Möge sie si
entwiceln zum Segen und Glück für die Zukunft!“ Nur ein Werkzeug
in Gottes Hand sei er gewesen, und auh er würde nichts ausgerichtet
haben, wenn er nicht neben si sol< ein Offizierkorps und solhe Truppen
gehabt hätte, die Schritt für Schritt Pflichtgefühl, Siegeszuversicht und
Treue bis in den Tod bewiesen hätten.
Dann sprach Hindenburg davon, welches Glück es für ganz Deutsch-
land sei, einen Herrscher zu haben wie Kaiser Wilhelm. „Hätten wir
uns nicht in unerschütterlihem Vertrauen seiner einsihtigen, mannhaften
und kraftvollen Führung überlassen, so wäre diese Zeit der Prüfung
niht so vorübergegangen, wie wir sie überstanden haben.“ Zuletzt
dankte er den jungen Fackelträgern und der endlosen Kinderschar mit
den bunten Laternen. „Ich beglückwünsche euh, ihr Jungen, die ihr
diese große Zeit habt miterleben dürfen, und ihr sollt und werdet diese
Eindrücke in Zukunft fruhtbar machen für das Wohl des Vaterlandes!
Widmet euer Leben und eure Arbeit dem Kaiser, unserm allerhöchsten
Herrn, Preußens König, dient ihm in treuer Pflichterfüllung und ver-
geßt nie, daß er in s{hwersten Zeiten einigend und mahnend an eurer
Spitze stand und nichts anderes erstrebte als euer Glü>. Zu ihm
eilen jetzt unsre Gedanken; deshalb ruft mit mir: Es lebe der Kaiser!“
Das Kaiserhoh ging über in die Klänge „Heil dir im Sieger-
franz““, und der lange Zug sebte si<h wieder in Bewegung. Auf dem
Hintergrund der flammenden Fa>eln hob si<h Hindenburgs Riesengestalt
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