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— 18 —
Klingenberg war ein Mann von großer
Gelehrsamkeit und mit einem für Freundschaft und Unglück gleich
tief empfänglichen Herzen. Die Seelenfreundschaft hatte
in innigster Geschwisterliebe diese beiden vortrefflichen
Menschen vereinigt, und in dieser Zuneigung blieb ihr
unter allen ihren Unglücksfällen und in ihren Leiden
stets eine sichere Zuflucht. Bei der Nachricht pon seinem
Tode äußerte sie: »die Welt ist eine Oede für mich,
seit ich meinen weisen Freund darin nicht mehr
findeund die Trauertöne ihrer Laute antworteten auf ihres
Herzens Klagen (S. 229 d. Orig.). »Wie ein Schiff
ohne Anker und ohne Steuer unter tosenden Stürmen
von tausend Wogen geschlagen wird, und doch nicht zu
Grunde zu gehen vermag «, so war nun ihre Lage,
äußert sich Fischerström in der von ihm herausgegebenen
Lebensbeschreibung.
Außer diesen steten Unglücksfällen und Leiden war
auch Geldnoth ihre treue Begleiterin und diese nahm
einige Mal einen solchen Grad an, daß sie um ihren
Lebensunterhalt besorgt war. Von der Admiralität zu
Carlskrona erhielt sie zwar eine kleine Pension, allein
dieselbe, an sich schon unzugänglich, hörte im Jahre 1750
ganz auf. Sie war genöthigt, sich mit Bittgesuchen
an Seine Majestät den König zu wenden; allein die
Königlichen Gnadengaben waren nicht eben sehr reichlich,
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