- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Første bind /
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(1874-1922)
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Anm. af Philodemi vol. rhetorica ed. Sudhaus. 99 Die Zahl der Rollen bei der Auffindung kann, wie gesagt, nicht festgestellt werden. Nachdem Paderni im ersten Eifer durch ungeschicktes Verfahren — er zerschnitt die nicht zu öffnenden Rollen der Länge nach! — eine nicht bestimmbare Anzahl entweder gänzlich zerstört oder in Fetzen verwandelt hatte, giebt das neueste Inventar (von 1853) des Neapler Museums die Summe von 1806 Nummern, wobei aber zu bemerken ist, dass auch die kleinsten Bruchstücke eigene Nummern haben; die Gesammtzahl der volumina schätzt Comparetti auf nur 800; die Zahl der erhaltenen Werke schrumpft wegen der erwähnten Doubletten, und weil keine Rolle mehr als ein Buch eines Werkes enthält, wiederum bedeutend zusammen. Ausser dem Neapler Bestand giebt es noch in England 8 nicht geöffnete Rollen (3 in der Bodleiana, 1 in Windsor, 4 im British Museum), Ueberbleibsel von 18 Rollen, die kurz nach 1800 durch Geschenk an Georg IV, damals noch Prinzen von Wales, kamen; davon ist eine verschwunden, 9 ohne Resultat geöffnet, die 7 von dem deutschen Schwindler Sickler, der es dahin brachte unter Aufsicht einer parlamentarischen Commission von theils vornehmen theils gelehrten Männern 1200 Pfund Sterling auf die vollständige Zerstörung dieser Rollen zu verwenden.’ Die Nachricht von der gefundenen Bibliothek machte alsbald die Runde durch Europa und erregte überall in der gelehrten Welt die hochgespanntesten Erwartungen. In Neapel bildete sich zur Ausbeutung des Schatzes mit reichen Geldmitteln ausgestattet 1756 eine Reale Accademia ercolanese, worin aber die wirklich Sachverständigen in entschiedener Minorität waren. Die erste Schwierigkeit, das Aufrollen der verkohlten und theilweise beschädigten velumina, wurde nach den gewaltsamen und daher misslungenen Versuchen Padernis glücklich überwunden, indem der Mönch Piaggio eine Methode angab, die sich seitdem als die beste bewährt hat und mit wenigen Modificationen bis auf heute im Gebrauch ist.” Es gelang ihm schon 1754 eine Rolle von Philodem περὶ μουσικῆς recht lesbar zu machen, die dann, als nach 40 Jahren die schwerfällige Maschinerie der Accademia zu arbeiten anfing, in Kupfer gestochen den ersten Band der 1 Er hatte sich Credit gemacht durch Vorlegung eines geographischen Fragments, das er angeblich aus einer Rolle in der Sammlung eines ungenannten Freundes gewonnen hatte; es scheint eine Fälschung zu sein. ? Das nähere darüber mit (nicht sehr deutlichen) Abbildungen des Mechanismus s. bei Jorio, Officina de’ papiri. Napoli 1825. 7 ὃς

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