- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Første bind /
100

(1874-1922)
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

100 J. L. Heiberg: volumina Herculanensia (Neapel 1793) bildete. Unterdessen schritt das Aufrollen langsam vorwärts, und bis ungefähr 1800 waren 17 Rollen aufgerollt und ihr Inhalt vorläufig notirt. Das mochte aber der Erwartung der gelehrten Welt nicht schnell genug gehen. Der Prinz von Wales (später Georg IV) erhielt von der neapolitanischen Regierung die Erlaubniss auf eigene Kosten durch seine Leute das Aufrollen zu bewerkstelligen. Er betraute mit dieser Aufgabe den Engländer John Hayter, der zwar von Philologie wenig verstand, aber durch seine Activität die Sache so in Fluss brachte, dass in den Jahren 1802—1806 trotz der Schwierigkeiten, die man ihm anfangs machte, beinahe 200 Rollen geöffnet und 100 copirt wurden. Als 1806 Neapel von den Franzosen occupirt wurde, ging Hayter mit dem Hofe nach Palermo und nahm seine Copien mit, nach welchen er ein lateinisches Gedicht und die Schrift περὶ ϑανάτου in Kupfer stechen liess. 1809 wurde er abberufen und nahm seine Facsimiles und die fertigen Kupferplatten mit nach England, wo sie an die Universität Oxford kamen und später, als der Plan sie herauszugeben an Hayters Widerstand gescheitert war', an die Bodleiana. Eine Auswahl der lesbarsten wurde 1824—25 in lithographischer Nachbildung veröffentlicht (Herculanensium Voluminum pars I—II, Oxonii), der vollständige Katalog erst 1885 in Scotts oben citirtem Buch, wo auch ausser den Kupferplatten Hayters eine Restitution von zwei Bruchstücken Philodems verwandten Inhalts (περὶ ϑεῶν() διαγωγῆς und περὶ ϑεῶν) nach den Oxforder Copien und der Neapler Publikation mitgetheilt wird, dazu noch nach den Oxforder Copien drei unedirte, ohne Verfassernamen überlieferte Fragmente. Jetzt sollen sämmtliche A bschriften in Oxford in photographischer Nachbildung erschienen sein, sind mir aber noch nicht zur Gesicht gekommen. In Neapel setzte man nach Hayters Abreise die Arbeit mit aller Ruhe ‘fort. Ausser dem 1793 erschienenen Bande wurden von 1808 bis 1855 noch zehn” Foliobände mit Reproductionen von 19 Papyri und ebenso umfangreichem wie inhaltsleerem Commentar herausgegeben. Ausserdem hatte sich eine Menge von Copien angehäuft, die nur auf die Musse der gelehrten Herren Academici warteten um ebenso würdig wie ihre 11 Vorgänger in 1 Nur ein Theil von Philodem περὶ εὐσεβείας wurde 1810 von Drummond und Walpole gedruckt. ? Bd. VII ist nie erschienen, Bd. V in zwei Abtheilungen getheilt.

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Tue Jun 16 13:58:03 2026 (www-data) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/nordfilol/3r1/0112.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free