- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Første bind /
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(1874-1922)
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Anm. af Philodemi vol. rhetorica ed. Sudhaus. 101 die Welt zu treten. Die neue Direction des Museums, welche nach der Vertreibung der Bourbonen mit der Herausgabe beauftragt wurde, fand mehr als zwei Tausend fertige Tafeln vor und entschloss sich dieselben ohne jede Erläuterung herauszugeben, damit die Sache doch endlich erledigt und das vorhandene Material bekannt werde. Das sind die 11 Bände der Herculanensium voluminum quae supersunt collectio altera, 1862—76, leider meist wenig brauchbare losgerissene Bruchstücke, weil man für die erste Reihe natürlich dasjenige ausgesucht hatte, das durch Lesbarkeit und Zusammenhang die grösste Ausbeute versprach. Die von Hayter mitgenommenen Copien sind alle in der Neapler Sammlung durch neue ersetzt worden bis auf 8 Papyri, wovon also nur in Oxford Zeichnungen erhalten sind.’ Die Originale sind im Neapler Museum noch da, diejenigen ausgenommen, die vor der Erfindung Piaggios von Paderni gewaltsam geöffnet wurden und bei der Copierung nach und nich vernichtet werden mussten um zur folgenden beschriebenen Lage hervorzudringen. Es ist aber nicht Jedermanns Sache die Originale zu lesen, und man hat sich auch, mit Ausnahme von Gomperz und Comparetti, meist mit den in der Oxforder und den Neapler Sammlungen publicirten Reproductionen begnügt; eine photographische Nachbildung der Originale ist wegen des Zustandes derselben unmöglich; das Papier ist fast so schwarz wie die Dinte. Jene Reproductionen entsprechen also den Handschriftcollationen bei der gewöhnlichen kritischen Bearbeitung eines Schriftstellers, aber Collationen von einer eigenthümlichen, nicht besonders vertrauenswürdigen Art. Erstens sind die originalen Handschriften entsetzlich schlecht erhalten und schwer zu lesen; zweitens sind die «Collationen» von Zeichnern gemacht, deren Kenntniss des Griechischen sich meist auf das Alphabet beschränkte, und nicht alle sind vor der Wiedergabe von sachkundiger Hand nach dem Original corrigirt worden. Es zeigt sich denn auch ein beträchtlicher Unterschied zwischen den Neapler und den Oxforder Copien; diese sind öfters etwas reichhaltiger, weil die Rollen in der Zeit zwischen Hayter und der später zum Ersatz ' Ein Verzeichniss der noch nicht herausgegebenen Copien in Neapel giebt Comparetti Relazione S. 34 ff. Es giebt ausserdem im Museum daselbst eine grosse Menge noch nicht aufgerollter Papyri. Da sie meist sehr schlecht erhalten sind, kann man es der italienischen Regierung nicht verdenken, dass sie mit der Fortsetzung der Arbeit zöger!; die Papyri haben dem Lande schon 2 Millionen Lire gekostet!

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