Full resolution (JPEG)
- On this page / på denna sida
- Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread.
/ Denna sida har aldrig korrekturlästs.
Anm. af Crusius, Unters. zu Herondas. 199
sich klar ist, Varianten, nicht Interpolationen. Eine gewisse
Unsicherheit im Grammatischen tritt auch sonst hervor: II 4 wird
κοὐδ᾽ (= οὐδὲ!) hineinergänzt, noch dazu im Bedingungssatze;
ebenda 8 f. steht zweimal im Supplement ein οὐ für μή; III 87
soll οὐδὲ εἷς λήξαι (e coniectura) heissen: niemand möge aufhören
(der potent. Opt. für den Imp., ohne ἄν und in der 3. Person);
IV 52 μὴ πάνϑ᾽ čtou, ὡς παρδίη βάλοι (woher der Opt.?);
93 ἐπὶ μὴ λάϑῃ: damit er es nicht vergesse, mit doppeltem Fehler,
und 94: À ydo ἱοοῖσιν μέλων ἅμα: er hat ja zugleich mit den
Opfern zu schaffen. Von diesen Fehlgriffen hat der Herausgeber
jetzt selbst (Philol, LI, p. 653) zwei (II 4. IV 93)
zurückgenommen; auch die übrigen werden hoffentlich in einer neuen
Auflage beseitigt werden. In eine etwas andere Kategorie gehören
Stellen wie I 64: καὶ δοί᾽ ἃ πρήξεις 10E, ὦ φίλη, ἂψ πείσῃ, Wd
II 78: ϑαρσέων --- λεὼς λέγοιμ᾽ ἄν, εἰ Θαλῆς εἴη, die weder
einen guten Sinn geben noch mit dem Sprachgebrauch stimmen.
Für das Gesammturtheil bedeuten derartige Einzelheiten freilich
nicht viel, und ihnen gegenüber stehen mehrere Stellen, an denen
positiv Gutes und Neues geleistet ist; hervorheben möchte ich
M33 1.790. 14.80.19 f. 95—100. Bei der groszen
Schwierigkeit der Aufgabe wiegt éine solche Stelle viele
Missgriffe auf, und demgemäsz wird man die Crusius’sche Ausgabe auch
Bücheler gegenüber als einen Fortschritt bezeichnen müssen; gross
ist aber der wirkliche Gewinn nicht, zumal im Verhältnis zum
scheinbaren, und an einigen Punkten ist sogar ein Rückschritt zu
verzeichnen.
Die «Untersuchungen» beschäftigen sich zum Theil mit der
Erklärung der vom Verf. supplirten Stellen und sind in so fern’
eine unentbehrliche Begleitung der Ausgabe (denn die
Supplemente sind oft der Erklärung sehr bedürftig); theils bieten sie zu
schwierigeren Stellen erläuternde Excurse; endlich wird bei jedem
Stück auf verwandte litteräre Erscheinungen aufmerksam gemacht.
Ganz besondern Werth hat der Verf. auf die Behandlung der
vielen alltäglichen Redensarten und den Nachweis paralleler
Ausdrücke gelegt. Bisweilen wird hier des Guten zu viel gethan;
so wird IV 51 τὸ βοέγμα — κνήσῃ gegen Bücheler richtig erklärt:
dich hinter den Ohren kratzen, dann aber eine gute halbe Seite mit
Nachweisen dieser Sitte angefüllt — wo doch eine einzige Stelle,
um die Geberde auch als antik zu erweisen, genügt hätte. Ebenso
würde zu V 27 f. eine Stelle wie Oic. pro Lig. 30 (die nicht
angeführt ist) genügt haben, wenn überhaupt citirt werden musste.
Vgl. noch den Excurs zu σημάτων φῶρα V 57, und zu ὄνους
βόσκειν III 27, wo allenfalls Her. VI 68 ausgereicht hätte. Im
Ganzen ist aber hier mit grosser Gelehrsamkeit viel schätzbares
Material zusammengetragen, das nicht nur für die Einzelerklärung
gute Dienste leistet, sondern auch für die Aufhellung des
litterarischen Zusammenhangs werthvoll ist.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Project Runeberg, Tue Jun 16 13:58:03 2026
(www-data)
(download)
<< Previous
Next >>
https://runeberg.org/nordfilol/3r1/0211.html