- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Tredie bind /
180

(1874-1922)
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180 J. L. Heiberg: Anm. af Dann findet man in einem Grab in Akmim in Oberägypten ein bedeutendes Stück der «Petrusapokalypse», des «Petrusevangeliums» und der «Henochapokalypse» auf einem Pergament aus dem 2. Jahrh. An die «Petrusapokalypse», eine sehr alte christliche , Schrift, die dem Clemens von Alexandria noch als kanonisch gilt und auch im Kanon Muratori als solche aufgeführt wird, aber mit der Bemerkung, dass sie von einigen für apokryph gehalten werde (ebenso bei Eusebius; um 440 war sie noch in einigen Kirchen Palästinas im Gebrauch), hat der Verfasser des oben genannten Werks, ein Schüler Useners, jetzt Privatdocent in Marburg, seine sehr gründlichen Untersuchungen über den Einfluss griechischer Vorstellungen auf das werdende Christenthum angeknüpft. Für die Entwickelung der griechischen Vorstellungen vom Jenseits hatte er in Erwin Rohdes inhaltlich und formell gleich vollendetem Buch «Psyche» (wovon er aber nur den ersten Theil hat benutzen können) eine glänzende Vorarbeit, die er fleissig benutzt, aber auch seinerseits ergänzt. Als Einleitung wird der griechische Text der Apokalypse mitgetheilt mit kritischem Apparat und deutscher Uebersetzung. Daran wird der, wie mir scheint, durchaus gelungene Nachweis geknüpft, dass wir nicht die eigentliche Petrusapokalypse vor uns haben, sondern ein Fragment des Petrusevangeliums, woraus sich später die selbständige Apokalypse entwickelt hat. Was aus dieser citirt wird, steht meist nicht in unserem Text (ein Citat bei Clemens Alexandr. stimmt recht gut, wenn auch nicht wörtlich) und kann nach der Oekonomie der Schilderung kaum darin gestanden haben, während der Geist offenbar eng verwandt ist. Den Haupttheil nun der Vision Peters bildet eine detaillirte Schilderung des Landes der Seligen, wo sie im Lichte wandeln mit Strahlenkranz um die Locken und mit den Engeln unter duftenden Blumen und Früchten Gott preisen, und der Hölle, wo die Sünder mit der raffinirtesten Grausamkeit in verschiedener Weise gepeinigt werden. Um festzustellen, woher die Farben dieser Bilder genommen sind, führt der Veff. den «griechischen Volksglauben vom Todtenreich» vor, der von den seit Homer geläufigen Hadesvorstellungen sehr verschieđen ist (für die übrigens «Resignation» S. 46 nicht das richtige Wort ist). Im II. Capitel: « Mysterienleħren über Seligkeit und Unseligkeit» werden dann die eleusinischen Mysterien und die delphischen Vorstellungen (zum Theil aus Polygnots Gemälde erschlossen) kurz besprochen. Für den eleusinischen Glauben wird, wie billig, die Unterweltsschilderung in Aristophanes’ Fröschen verwerthet. Wenn dabei «der Pfuhl von Schlamm und ewigem Koth, in dem die Sünder liegen» als «im eleusinischen Glauben unmöglich» bezeichnet wird, scheint mir das recht zweifelhaft; ich sehe nicht ein, wie man diesem einen Zug bei Aristophanes eine andere Beziehung geben kann; dass er orphisch ist, steht fest; aber wesshalb kann orphische Binwirkung in Eleusis,

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