- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Fjerde bind /
67

(1874-1922)
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a ΨΗΨΝ ΡΠ ΦΜῃΦῃΨΉ ΨΥ) ἀλλα." a a Hist. Gramm. d. lat. Sprache. I 1. 67 werden die Sprachen und Dialekte des alten Italien, das Verhältniss des Latein zu den romanischen Sprachen, die Hauptperioden der lateinischen Sprachgeschichte, Quellen und Hülfsmittel, Alphabet und Aussprache besprochen (bis S. 112). — Zwischen zwei einleitenden Kapiteln steht S. 95—109 der Abschnitt über die Accentuation der lateinischen Sprache. Dass die historische lat. Accentuation nicht ursprünglich sein kann, hat Corssen nachgewiesen; eine bestimmte Formulirung der vorhistorischen Accen tuation hat er jedoch nicht gegeben; dagegen hat Thurneysen (Revue Celt. VI) die Ansicht aufgestellt, die nachher durch Brugmann’s Grundriss eine grosse Verbreitung gefunden hat, wonach im Lateinischen ursprünglich immer die erste Silbe des Wortes betont gewesen sei. Diese Ansicht wird auch von Stolz vertreten, aber wunderbarer Weise fehlt die Begründung gänzlich. Wenn man zwischen der japhetischen Accentuation, wie sie uns durch Verner bekannt ist, und der historischen lateinischen Accentuation als Zwischenstufe ein von beiden verschiedenes System der A ccentuation einschieben will, sind selbstverständlich nur solche Belege beweiskräftig, welche vom Standpunkte der japhetischen und vom Standpunkte der historischen lat. Accentuation unerklärlich sein würden. Bei Stolz werden aber als Beweismaterial verwerthet 1) Wörter, deren Lautgestalt als Konsequenz der historischen lat. Betonung erklärt werden kann, ja zum Theil Wörter, wo nur diese Erklärung möglich ist, z. B. sestertius < *semistertius oder vulgär-lat. mattinus < matutinus. Bei diesem letzten Beispiel beruft Stolz sich auf eine Stelle bei Meyer-Lübke, wo genau das Gegentheil von dem, was Stolz behauptet, nachgewiesen wird. 2) führt Stolz als Beweismaterial eine Masse von Wörtern an, deren Lautgestalt sich als Konsequenz der japhetischen Betonung ganz befriedigend erklären lässt, z. B. inimicus; dies Wort musste nach der japh. Accentuation den Accent auf der -ersten Silbe haben, beweist also für eine allgemeine Anfangsbetonung nichts. 3) griechische Lehnwörter, die evidenter Weise aus der griechischen Betonung zu erklären sind, werden gleichfalls herangezogen, z. B. talentum τάλαντον, balineum βαλανεῖον, canistrum κάναστρον UV. s. W. Aus diesem Schutt muss der Leser selbst die möglicherweise beweisenden Beispiele ausgraben; es findet sich eigentlich überhaupt nur ein Beispiel: die Perfectbildungen wie peperci fefelli. In solchen Bildungen lag der japh. Accent offenbar auf der zweiten Silbe; die lat. Lautgestalt deutet aber auf Anfangsbetonung. Dies eine Beispiel genügt aber nicht, um eine allgemeine Anfangsbetonung zu beweisen; es kann hier, um von anderen Möglichkeiten ganz abzusehen, eine isolirte analogische Accentverschiebung vorliegen. Der im Kapitel über Betonung gänzlich fehlende Beweis wird durch gelegentliche Bemerkungen S. 112 und 167 f. nicht in genügender Weise nachgeholt. S. 96 5*

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