- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Fjerde bind /
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(1874-1922)
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a 'Hist. Gramm. d. lat. Sprache. I 1. 69 «bres-zi. Dazu gehören rum. brí brín mac. brănu. Die rum. Formen gehen auf *brenu zurück, vgl. rum. fré frîn mac. frănu = lat. frenum. Alb. *“breno- kann *breuno- sein; dann bietet sich zur Vergleichung got. Øðrunjo.» Der berühmte Accentfehler in lit. κι, von Hirt IF 1 30 begangen, von Streitberg IF I 272 wiederholt, von Joh. Schmidt KZ XXXII 401 korrigirt, von Streitberg IF II 416 zurückgenommen, begegnet uns bei Stolz S. 254 noch vollkommen lebenskräftig. — Das Buch wimmelt von Fehlern; 5. 143 wird behauptet, japh. kurz zu sei im Slavischen als y vertreten; S. 113 soll japh. kurz a im Baltischen als o vertreten sein; S. 127 gr. εεπεῖν für εειπεῖν, S. 115 u. 5. 163 lat. nats fiir nates, S. 186 talum für talus, S. 128 v. 211 sõpor, S. 131 rūber u. s. w. Die nur auf etymologischem Wege erschliessbare Länge des a in vastus (ahd. wuosti «öde», ir. fás «leer») wird S. 115 als gegebene Thatsache behandelt, ebenso S. 117 das a von ascia und /ascivus, obgleich Stolz die zu Grunde liegende Etymologie für ascia (aus *azcia Marx, unrichtig) nicht anerkennt; auch in axilla wird die Länge des a als gegeben hingestellt (S. 116 u. 117), sie beruht aber auf einem Analogieschlusse nach dem überlieferten vēøxi/lum. — Durch das ganze Buch herrscht die grösste Unordnung. Dazu gehört auch, dass der Leser bei der Mehrzahl der «Belege» selbst errathen muss, an welche Etymologie Stolz gedacht hat. Störende Druckfehler sind stehen geblieben (S. 349 skr. asinvá-s «unschädlich» statt «unersättlich», S. 131 rõbur für röbus u. 5. w.). Widersprüche kommen in den verschiedenen Theilen des Buches oft vor. — Die Darstellung ist durchweg unselbstständig ; bei umstrittenen Fragen fehlt eine klare Stellungnahme, und das Papier wird nur mit resultatlosem Hin- und Herreden gefüllt. Als Quelle direkter Belehrung ist das Buch unbrauchbar. Ich verweise diejenigen, welche sich über die zur Japhetistik gehörigen Theile der lat. Grammatik unterrichten wollen, auf die Darstellung bei Brugmann in seinem Grundriss der vergleichenden Grammatik. Zu bedauern wäre es selbstverständlich, wenn das völlige Misslingen der Stolz’schen Darstellung für den glücklichen Fortgang des grossen Unternehmens, das mit diesem Bande eingeleitet wird, hinderlich sein sollte; hoffentlich wird dies nicht der Fall werden. Den 10. April 1895. Holger Pedersen.

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