- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Femte bind /
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(1874-1922)
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A. B. Drachmann: Zu Crusius’ Herondas. 183 Zu Crusius’ Herondas. Meine Anzeige der zweiten Ausgabe des Herondas von Crusius (in dieser Zeitschrift III 151 ff.) hat den Herausgeber zu einer Entgegnung im Philologus (LIV 384) veranlasst, die mir aus zufälligen Gründen erst jetzt bekannt wird. Ës hätte mit guter litterarischer Sitte besser gestimmt, wenn Herr Crusius in derselben Zeitschrift geantwortet hätte, in der er angegriffen war, und er verdient in so fern keine Antwort an dieser Stelle. Trotzdem mögen, um der Leser dieser Zeitschrift willen, folgende Bemerkungen hier einen Platz finden: Ich habe gesagt, dass man aus dem Apparate der Ausgabe nicht ersehe, was von Herrn C. im Facsimile, was von Andern im Original gelesen sei; und dass Lesungen nach dem Facsimile als kritische Grundlage keinen Werth hätten. Dem gegenüber citirt Herr C. erstens eine Stelle aus einem Briefe Kenyons, woraus hervorgeht, dass das Facs. nur in «a few passages» trügerisch erscheine, und dass Herr C. demgemäss «in nearly as good a position for forming an opinion» als Kenyon selbst sei. Herr C. ist also wohl mit dieser Erklärung zufrieden. Ich bin es auch. Zweitens bemerkt Herr C. folgendes: «Für alle zweifelhaften und überhaupt irgendwie schwierigen Stellen wurde ... das Zeugnis Kenyons eingeholt; der Apparat gibt darüber die nöthigen Nachweise (s. z. B. I 82). Ebenso sind die Lesungen von Blass und Diels genau verzeichnet.» Wenn Herrn C.s Angaben über die Lesarten des Papyrus an «allen zweifelhaften und irgendwie schwierigen Stellen» auf einer erneuten Prüfung des Originals durch Kenyon beruhen — d. h. wenn seine Angaben an allen derartigen Stellen das enthalten, was Kenyon im Original gelesen hat, und, wo nicht das Gegenteil bemerkt ist, nur das —, dann habe ich gegen die kritische Grundlage seiner Ausgabe nichts mehr einzuwenden. Dafür muss ich aber betonen, dass aus der Ausgabe selbst kein Mensch diesen Sachverhalt entnehmen könnte, weder aus der praef (ed. I) p. VI, noch aus dem Apparate. Neue Lesungen von Kenyon werden überhaupt selten erwähnt; ich habe nach einem zweiten Beispiel (ausser I 82) vergebens gesucht. Mögen aber auch einige andere da sein: die durchgängige Regel auch an schwierigen Stellen ist, dass neben Blass und Diels wo sie vorhanden sind, nur eine Lesung geboten wird, von der man also nicht weiss, ob und in wie weit sie aus dem Facsimile oder dem Original stammt. Die Worte meiner Anzeige: «man ersieht aus dem Apparate nicht, was von Andern im Original und was von C. im Facsimile gelesen ist», bezogen sich übrigens zunächst nur auf den Anfang des Pornoboskos; und ich wünsche, ich hätte diese specielle Beziehung genauer betont. Hier hat nämlich Herr C., seiner sonstigen Gewohnheit entgegen, die Lesungen von Blass nach dem Original nicht alle angeführt, sondern teilweise in die praef. unter die misslungenen Ergänzungen verwiesen. Ein solches Verfahren ist für die Grundsätze des Herausgebers, wie ich sie auffassen musste, so charakteristisch, dass es nicht ungerügt hingehen durfte.

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