- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Sjette bind /
96

(1874-1922)
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

96 J. L. Heiberg: Anm. af krämerei das wesentliche nicht überschatten wird. Als erster Band und gewissermassen als Programm ist Kaibels Bearbeitung von Sophokles’ Elektra erschienen, und unter den in Aussicht genommenen Bänden sind so vielversprechende Sachen wie Tibull von F. Leo und Herodot V—VI von Kaibel. Neben Plautus’ Rudens von Marx und Ovids Heroiden von Ehwald wird man mit Befriedigung auch spätere und seltner gelesene Werke unter den versprochenen Bänden finden, wie den Paidagogos des Clemens Alexandrinus von E. Schwartz und Minucius Felix von E, Norden; für die spätere Litteratur gebricht es bekanntlich fast ganz an neueren Commentaren, theils wegen einer stockphilologischen Missachtung dessen, was nicht innerhalb der engherzig und unhistorisch abgegrenzten «klassischen» Periode fällt, theils weil man bisher aus praktischen Rücksichten sich wesentlich an die Schulautoren hielt. Natürlich braucht und verdient nicht alles- und jedes einen ausführlichen Commentar nach modernen Grundsätzen (so wird wohl mancher mit einigem Erstaunen fragen, wodurch das Gedicht Aetna die Ehre verdient hat in die Sammlung aufgenommen zu werden; eine Bearbeitung von Sudhaus und Vollmer wird als nächster Band in Aussicht gestellt); aber ohne Zweifel ist eine Fülle von lohnenden Aufgaben vorhanden, deren Bearbeitung in dem Geiste der vorliegenden Sammlung eine sehr wünschenswerthe Erweiterung der wirklich gelesenen Schriftsteller herbeiführen könnte, z. B. die ebenso reiche als wenig bekannte Sammlung der Hippokratischen Schriften, die ja hoffentlich bald mit einem zuverlässigen kritischen Apparate vorliegen werden. Bei dem erfreulichen Aufschwung der byzantinischen Studien ist est wchl auch nicht ausgeschlossen, dass ein byzantinischer Schriftsteller —— es braucht nicht gerade ein Geschichtswerk zu sein, wo doch etwas schon vorliegt — eines eingehenden Commentars gewürdigt wird, der die Hauptgesichtspunkte bei der Erklärung dieser Art von Litteratur klar machen und so von grosser vorbildlicher Bedeutung werden könnte. Dass unter den lateinischen Schriftstellern Lucretius zuerst an die Reihe kam, ist begreiflich. Für die zusammenhängende Erklärung dieses des originellsten von allen erhaltenen römischen Dichtern — denn das ist er trotz dem entlehnten Stoff — ist auch nach Lachmann, den die Kritik und die sprachliche Seite ganz in Anspruch nahmen, und Munro manches zu thun, und eine Hauptfrage, wie er die epikureische Lehre wiedergiebt, ist jetzt durch Useners Epicurea seh” wesentlich gefördert, wo man eine bequeme und zuverlässige Zusammenstellung der Nachrichten über jeden einzelnen Punkt des Systems findet. Die Wahl des dritten Buchs ist ebenfalls eine sehr glückliche; es ist nicht nur, wie der Herausgeber bemerkt S. V, in sich abgeschlossen und poetisch sehr werthvoll, sondern fesselt schon durch seinen Gegenstand. Mancher wird sich gern der Bewunderung Voltaires gerade für

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Wed Jun 17 00:22:07 2026 (www-data) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/nordfilol/3r6/0108.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free