- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Sjette bind /
97

(1874-1922)
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Lucretius III, erkl. von Heinze. 97 das dritte Buch erinnern (Oeuvres XXXI S. 450 son troisième chant est un chef d'oeuvre de raisonnement, et il faut avouer que, quand notre illustre Polignac réfute ce troisième chant, il ne la réfute qu'en cardinal; LVIII S. 202 je ne vous demande que la lecture de cinquante pages de ce troisième livre; c'est le plus beau préservatif contre les sottes idées du vulgaire, c'est le plus ferme rempart contra la misérable superstition). Der Text ist sehr conservativ gestaltet. Die leidigen Versumstellungen, womit man auch den Lucretius heimgesucht hat, indem man von falschen Vorstellungen von den antiken Compositionsgesetzen ausging, doppelt falsch, wo es sich um eine unvollendete Arbeit handelt, sind auf ganz wenige und einleuchtende beschränkt. Andererseits muss hervorgehoben werden, dass Versuche unhaltbares durch Interpretationskünste zu vertheidigen, so viel ich sehe, nicht vorkommen. Von den aufgenommenen Emendationen ist weitaus die Mehrzahl alt und unzweifelhaft; eigene Vorschläge des Herausgebers stehen nur viermal im Text, und ebenso oft sind sie mit einem «vielleicht» im Apparat erwähnt und im Commentar begründet. Ansprechend sind yon diesen Coniecturen v. 852 ut für et und v. 969 antehac für ante haec. Zwei betreffen loci conclamati, die auch so nicht geheilt sind; v. 493, wo für animam spumans in mit einigem Zweifel animā spumas uí vorgeschlagen wird, ist, von dem wenig passenden anıimā (aus der Seele) abgesehen, das distracta (membra) per artus unverständlich — die Epilepsie zerreist doch nicht den Körper Glied für Glied — und durch VI 797 nicht vertheidigt; v. 658 ist utramque (partem) für utrumque besonders deshalb unbefriedigend, weil v. 637, worauf es sich zurückbeziehen soll — v. 642—56 sollen eine Binlage aus anderer Quelle sein, und dergleichen hat Lucretius zuweilen gethan —, im allgemeinen von utraque pars corporis, nicht serpentis, die Rede ist. V. 337 scheint mir propterea für praeterea nicht gerade nothwendig, v. 433 das genuntur Lambins dem feruntur (für geruntur) vorzuziehen, da es doch nur auf die Entstehung der simulacra ankommt, nicht auf das Wie. Ganz unwahrscheinlich ist v. 194 constat für exsial; gerade in dieser Gegend kommt constare 80 oft vor, dass die umgekehrte Verwechslung weit glaublicher wäre, und es ist nicht einzusehen, wesshalb Lucretius den kleinen Schritt von maioribus esse elementis zu levibus corporibus exstare nicht hat thun dürfen, besonders da der Ablativ auch sonst bekanntlich Stoff bezeichnen kann; der umgekehrte Uebergang findet bei constare statt v. 167 corporea natura constare (von, nicht aus). Die Coniectur v. 5358 mala re für manare scheint mir schon an und für sich verfehlt; und wenn die Itali hier manet res bieten, was der Herausg. ohne Grund beanstandet (res und persona bilden einen ebenso guten Gegensatz als das gewöhnliche res — species), hat das denn nicht als Ueberlieferung zu gelten? Ueber- Nord. tidsskr. f. filol. 3die række. VI. 7

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