Full resolution (JPEG)
- On this page / på denna sida
- Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread.
/ Denna sida har aldrig korrekturlästs.
Lucretius III, erkl. von Heinze. 99
de abstin. I 54, dabei auch cuncíiarier v. 67 gegen Lachmann
und Munro einfach und natürlich aufgefasst. V. 171 wird infus
gegen Munro mit adacta verbunden, was allein zulässig ist; ob
dagegen suavis v. 173 iu diesem Zusammenhang wirklich
möglich ist, scheint mir zweifelhaft (in terra wird mit Recht
beibehalten und treffend erklärt; Briegers interea verstehe ich
überhaupt nicht). V. 216 wird esse nezam per venas richtig
verbunden, nicht esse seminibus. V. 223 wird sucus mit II 845
in der Bedeutung «Geschmack» belegt, wodurch der Anstoss
verschwindet; ebenso wird v. 371 das auffallende Democriti viri
verständlich gemacht durch die Erklärung Democriti sancta viri
sententia = Democriti sancti viri sententia mit bekannter
Vertauschung. Vermisst habe ich eigentlich nur hier und da
Beleuchtung der eigenthümlichen Stellung des Lucretius in sprachlicher
Rücksicht, lexicalisch wie syntaktisch; zum vollen Verständniss
gehört doch auch, dass der Leser nachempfindet, wo der Dichter
in Anlehnung an Ennius archaistisch spricht, und wo er aus der
Sprache seiner Zeit neues schöpft; eine durchgeführte Vergleichung
mit Ciceros Aratea und mit dem moderneren Catull wäre hier am
Platze gewesen, Auch über die Entwickelung seines Stils während
der Arbeit hätte man gern etwas erfahren, aber das ist freilich
ein fast unbebautes Feld. Metrische Bemerkungen sind ebenfalls
auffallend spärlich.
Zum Schluss nur einige Kleinigkeiten, wesentlich als Quittung
für mannigfache Anregung.
Der vom Hg. hübsch erläuterte Gegensatz hirundo cycnis
v. 6, der sonst nicht vorzukommen scheint, steht im Fragmentum
mathematicum Bobiense (d. h. Anthemius) Hermes XVI 280 τὸ
γὰρ ὡς ἀληϑῶς κύκνοις χελιδόνας εἷς ἴσον ἐλϑεῖν, war also doch
wohl sprichwörtlich.
S. 52 unten wird Ciceros Tadel Tusc. I 48 auf Vorlagen
des Lucretius bezogen; warum nicht auf ihn selbst? Die Geschichte
von Cicero als Herausgeber des Gedichts ist ja doch, wie das
meiste in der Notiz des Hieronymus über Lucretius, eitel
Construction. :
V. 68 möchte ich doch se auch zu remosse nehmen; sonst
ist es auffällig, dass es überhaupt da steht, besonders weil der
aoristische Infinitiv des Perfects sonst nicht in Acc. cum inf.
vorkommt.
Zu v. 75 bezweifelt der Hg. den Acc. cum inf. nach macerat
invidia; vgl. aber Cic. Brut. 147 und epp. III 10, 4 (nach
voluptatem capio), Curtius VI 3, 15 (nach dolore adfici), auch Cic.
epp. VII 10, 1 (nach subinvideo) und Verg. Aen. IV 349 (nach
quae invidia est).
Die Erklärung des exsultat v. 141 als vom «ungefesselten
Rosse» hergenommen scheint mir gesucht: der Uebergang vom
7*
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Project Runeberg, Wed Jun 17 00:22:07 2026
(www-data)
(download)
<< Previous
Next >>
https://runeberg.org/nordfilol/3r6/0111.html