- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Sjette bind /
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(1874-1922)
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Lucretius III, erkl. von Heinze. 99 de abstin. I 54, dabei auch cuncíiarier v. 67 gegen Lachmann und Munro einfach und natürlich aufgefasst. V. 171 wird infus gegen Munro mit adacta verbunden, was allein zulässig ist; ob dagegen suavis v. 173 iu diesem Zusammenhang wirklich möglich ist, scheint mir zweifelhaft (in terra wird mit Recht beibehalten und treffend erklärt; Briegers interea verstehe ich überhaupt nicht). V. 216 wird esse nezam per venas richtig verbunden, nicht esse seminibus. V. 223 wird sucus mit II 845 in der Bedeutung «Geschmack» belegt, wodurch der Anstoss verschwindet; ebenso wird v. 371 das auffallende Democriti viri verständlich gemacht durch die Erklärung Democriti sancta viri sententia = Democriti sancti viri sententia mit bekannter Vertauschung. Vermisst habe ich eigentlich nur hier und da Beleuchtung der eigenthümlichen Stellung des Lucretius in sprachlicher Rücksicht, lexicalisch wie syntaktisch; zum vollen Verständniss gehört doch auch, dass der Leser nachempfindet, wo der Dichter in Anlehnung an Ennius archaistisch spricht, und wo er aus der Sprache seiner Zeit neues schöpft; eine durchgeführte Vergleichung mit Ciceros Aratea und mit dem moderneren Catull wäre hier am Platze gewesen, Auch über die Entwickelung seines Stils während der Arbeit hätte man gern etwas erfahren, aber das ist freilich ein fast unbebautes Feld. Metrische Bemerkungen sind ebenfalls auffallend spärlich. Zum Schluss nur einige Kleinigkeiten, wesentlich als Quittung für mannigfache Anregung. Der vom Hg. hübsch erläuterte Gegensatz hirundo cycnis v. 6, der sonst nicht vorzukommen scheint, steht im Fragmentum mathematicum Bobiense (d. h. Anthemius) Hermes XVI 280 τὸ γὰρ ὡς ἀληϑῶς κύκνοις χελιδόνας εἷς ἴσον ἐλϑεῖν, war also doch wohl sprichwörtlich. S. 52 unten wird Ciceros Tadel Tusc. I 48 auf Vorlagen des Lucretius bezogen; warum nicht auf ihn selbst? Die Geschichte von Cicero als Herausgeber des Gedichts ist ja doch, wie das meiste in der Notiz des Hieronymus über Lucretius, eitel Construction. : V. 68 möchte ich doch se auch zu remosse nehmen; sonst ist es auffällig, dass es überhaupt da steht, besonders weil der aoristische Infinitiv des Perfects sonst nicht in Acc. cum inf. vorkommt. Zu v. 75 bezweifelt der Hg. den Acc. cum inf. nach macerat invidia; vgl. aber Cic. Brut. 147 und epp. III 10, 4 (nach voluptatem capio), Curtius VI 3, 15 (nach dolore adfici), auch Cic. epp. VII 10, 1 (nach subinvideo) und Verg. Aen. IV 349 (nach quae invidia est). Die Erklärung des exsultat v. 141 als vom «ungefesselten Rosse» hergenommen scheint mir gesucht: der Uebergang vom 7*

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