- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Syvende bind /
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(1874-1922)
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J. L. Heiberg: Anm. af Beiträge, C. Wachsmuth überreicht. 23 Philologisch-historische Beiträge Curt Wachsmuth zum sechzigsten Geburtstag überreicht. Leipzig 1897, Teubner. VI -+ 218 8s. Es war gewiss ein schöner Gedanke, als zum ersten Mal dankbare Schüler sich zusammenthaten um bei feierlicher Gelegenheit einem hervorragenden Universitätslehrer zu huldigen durch eine Sammlung ihrer Arbeiten, die zugleich der Welt zeigen konnte, was der Lehrer alles angeregt hatte. Aber der Gedanke gehört nicht zu denen, die eine häufige Wiederholung vertragen. Bin wirklicher Sinn ist doch nur darin, wenn es zum Doctorjubiläum geschieht; es ist natürlich, dass Schüler den Anfang der Lehrthätigkeit oder doch Lehrerwürde ihres Lehrers öffentlich feiern; dass der Lehrer so und so viel Jahre alt geworden, geht doch ihr Verhältniss zu ihm als seine Schüler nichts an. Dass man den eigentlichen Sinn dieser Art der Verehrung vergessen hat, ist der beste Beweis dafür, dass sie conventionell zu werden anfängt. Wenn es aber erst Mode wird, die man mitmacht um nicht zurückzubleiben, dann schlägt die Sache leicht in ihren Gegensatz um. Sobald man über den ganz engen Kreis der Gelehrten allerersten Ranges hinausgeht, die nach vielen Seiten hin förderlich gewirkt haben, wird es immer schwieriger einen anständigen Band mit wirklich bedeutenden Schülerarbeiten zu füllen, und wenn das minderwerthige überwiegt, mag die dankbare Gesinnung und der gute Wille noch immer ihren Werth behalten für den gefeierten; dass aber solche Arbeiten als Ergebnisse seiner Thätigkeit vor die Oeffentlichkeit treten, kann doch ihm am aller wenigsten eine Freude sein. Am Ende könnte man ja dies Sache der betheiligten bleiben lassen; aber es wird schliesslich auch die wissenschaftliche Arbeit durch das Umsichgreifen dieser Sitte belästigt. Der Inhalt einer solchen Sammlung ist gewöhnlich so bunt, dass kein Philologe, wie weit sich auch seine Interessen ausdehnen, alles lesen mag. Oft geht ihn nur eine einzelne Abhandlung an, die übrigen sind ihm nur eine unnütze Belastung seines Bücherbretts — und seines Budgets. Da selbst die öffentlichen Bibliotheken, wenigstens bei uns, der steigenden Fluth nicht folgen können, bleibt manches, was man kennen möchte, einem unbekannt; die Masse der Gelegenheitschriften in Deutschland ist für den Ausländer so wie so schwer genug zu bewältigen. Es wäre wohl nicht unmöglich die Aufsätze einzeln in Zeitschriften zu veröffentlichen — die meisten philologischen Zeitschriften haben ja ungefähr dasselbe Format — und dann aus den Druckbogen einen Band für den Jubilar zusammenzustellen. Die Ehre und die Aufmerksamkeit bliebe dieselbe (und der Jubilar köunte sich noch dazu eines Unicums freuen), und die wissenschaftliche Arbeit würde es als eine Erleichterung empfinden. Diese Bemerkungen, die selbstverständlich das vorliegende Buch nicht mehr und nicht weniger treffen als viele andere der

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