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Beiträge, C. Wachsmuth überreicht. 27
ματικῶς. Dann heisst es wörtlich weiter: «es ist daher
unbegründet den Geminos zu tadeln, weil er das Theorem für
vollkommener erklärt habe als das Problem. Denn auch Karpos
selbst hat ja (nur) den Problemen den Vorrang κατὰ τάξιν
Zugeschrieben, Geminos aber meint (das Theorem sei) vollkormener
κατ ἀξίαν.» Hieraus kann vernünftigerweise nur geschlossen
werden, dass Karpos den Geminos getadelt hat (καὶ γὰρ αὐτὸς
ó Κάρπος), wie Proklos meint, durch ein Missverständniss, indem
sie von verschiedenen Sachen reden. Wenn man es nicht so
fassen will, muss man annehmen, ein dritter habe die Ansichten
von Karpos und Geminos verglichen und jenem Recht gegeben;
von einem solchen Zwischenglied aber ist sonst keine Spur, beide
sind direct von Proklos benutzt. Was Tittel vorbringt um diese
Ansicht zu widerlegen, ist belanglos oder verkehrt. Aus Pappos
VIII S. 1026 folgt gar nichts für die Zeit; es steht kein Wort
davon, dass Karpos damit angefangen habe die Geometrie
praktisch zu verwenden, Der Zusammenhang der Stelle ist von Tittel
nicht erfasst worden!. Pappos sagt: «der Begründer der Mechanik
ist Archimedes, ein allumfassendes Genie, wie auch Geminos sagt.
Nach Karpos hat er aber nur ein einziges Buch über praktische
Mechanik geschrieben, nämlich τὸ κατὰ τὴν σφαιροποιίαν, weil
er es nicht für der Mühe werth hielt, obgleich er beim
Laienpublicum seinen Ruf wesentlich den Kriegsmaschinen verdankt;
von der theoretischen Mathematik dagegen hat er auch das
geringste niedergeschrieben, weil er die reine Wissenschaft liebte.
Karpos selbst aber und andere haben die Geometrie praktisch
verwendet, und mit gutem Grund; denn die Geometrie leidet nicht
darunter.» Von einem Gegensatz zwischen Karpos und Geminos
oder sonst Jemand ist keine Rede, noch weniger davon, dass
Karpos die ungeheuerliche Ansicht geäussert haben sollte,
Archimedes habe überhaupt nur ein Buch geschrieben. Es steht
ausdrücklich da ἕν μόνον βιβλίον μηχανικόν, und wenn dann
folgt τῶν δὲ ἄλλων οὐδὲν ἠξιωκέναι συντάξαι muss doch jeder
τῶν δὲ ἄλλων μηχανικῶν verstehen. Bei der Besprechung des
dritten Fragments (Proklos S. 125) ist dem Verf. ein schwer
begreiflicher Irrthum passirt. Er behauptet, dass Tannery La
Géométrie Grecque S. 26 unter ᾿“πολλώνιος bei Proklos S. 125,
17 nicht den Pergäer, sondern einen weit späteren, verstanden
hat, und widerlegt ihn ausführlich. Aber davon steht bei
Tannery nichts; er hat selbstverständlich an keinen andern als den
berühmten Apollonios gedacht und demgemäss die Stelle
verwerthet (vgl. meine Ausgabe des Apollonios II S. 133 Anm.
! Vor καίτοι Z. 12 bei Hultsch muss ein Komma stehen, nicht ein
Punkt. Z. 16 ist δέ nicht in τε zu ändern, Z. 17 καί beizubehalten, Z. 18
ὡς kaum in ὅς zu ändern, eher in καί. So ist die ganze Stelle klar und
vollkommen in Ordnung.
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Project Runeberg, Wed Jun 17 01:13:50 2026
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