- Project Runeberg -  Lehrbuch der physiologischen Chemie /
181

(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 3. Die Proteine - II. Zusammengesetzte Proteine (Proteide) - B. Nukleoproteide

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Xanthin 181
HN - CO
XaiitMii, C5
H<N402 == CO C —NH (2, 6-Dioxypurin)i), ist in
I II yCH
hn — c — nX
mehreren zellenreichen Organen gefunden worden. Im Harne kommt es als
physiologischer Bestandteil in äusserst geringer Menge vor und nur selten hat Vorkommen
man es in Harnsedimenten oder in Blasensteinen gefunden. In einem solchen Xanthins.
Stein wurde es zuerst (von Maecet) beobachtet. In grösster Menge findet man
das Xanthin in einigen Guanosorten (Jarvisguano).
Das Xanthin ist amorph oder stellt körnige Massen von Kristalllilättcben
dar, kann aber nach Hokbaczewski auch in Drusen aus glänzenden, dünnen,
grossen rhombischen Platten mit 1 Mol. Kristallwasser sich ausscheiden. Es ist
sehr wenig löslich in Wasser, in 14151 —14600 Teilen bei-|-16°C und in
1300—1500 Teilen bei 100 °C (Alm^n)^). In Alkohol oder Äther ist es un-
löslich, von Alkalien wird es leicht, von verdünnten Säuren dagegen schwer
gelöst. Mit Chlorwasserstoffsäure gibt es eine kristallisierende, schwer lösliche
Verbindung. Mit sehr wenig Natronlauge gibt es eine leicht kristallisierende
Verbindung, die von mehr Alkali leicht gelöst wird. In Ammoniak gelöst, gibt
das Xanthin mit Silbernitrat einen unlöslichen, gelatinösen Niederschlag von
Xanthinsilber. Von heisser Salpetersäure wird dieser Niederschlag gelöst und Eigen-
sp.Ti fl fton
es entsteht dabei eine verhältnismässig leicht lösliche, kristallisierende Doppel-
verbindung. Eine wässerige Xanthinlösung wird durch essigsaures Kupferoxyd
beim Kochen gefällt. Bei gewöhnlicher Temperatur wird das Xanthin von
Quecksilberchlorid und von ammoniakalischem Bleiessig gefällt. Bleiessig allein
fällt es nicht.
Mit Salpetersäure in einer Porzellanschale zur Trockne abgedampft, gibt
das Xanthin einen gelben Rückstand, welcher bei Zusatz von Natronlauge erst
rot und dann beim Erwärmen purpurrot gefärbt wird. Bringt man in Natron-
lauge in einer Porzellanschale etwas Chlorkalk, rührt um und trägt das Xanthin
ein, so bildet sich um die Xauthinkörnchen ein erst dunkelgrüner, bald aber
sich braunfärbender Hof, der dann wieder verschwindet (Hoppe-Seyler). Wird
das Xanthin in einer kleinen Schale auf dem Wasserbade mit Chlorwasser und Reaktionen
einer Spur Salpetersäure erwärmt und eingetrocknet, so färbt sich der Rück-
stand, wenn er unter einer Glasglocke mit Ammoniakdämpfen in Berührung
kommt, rot oder purpurviolett (Reaktion von Weedel). E. Fischer^) führt die
WEiDELsche Reaktion in folgender Weise aus. Er kocht im Reagenzgläschen
mit Chlorwasser oder mit Salzsäure und ein wenig Kaliumchlorat, verdampft
*) Bezüglich der Synthese von Xanthin und anderen Purinen vergl. man E FlsCHFr
Fussnote 1. S. 178.
Zeitschr. f. physiol. Chem. 23.
®) Journ. f. prakt. Chem. 96.
Bcr. d. d. chem. Gesellsch. 30, S. 2236.

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