- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Das schwedische Volk - 3. Volkscharakter und soziale Verhältnisse. Von [G. Sundbärg] J. Asproth

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ersten Jahrzehnts des gegenwärtigen Jahrhunderts zu konstatieren. Die
durchschnittliche Grösse der zum Militärdienst tauglichen Wehrpflichtigen im Alter
von 20—21 Jahren betrug nämlich, im Durchschnitt für die Fünfjahrsperioden
1841—45 bis 1866—70 wie auch 1906—10: 167,0, 167,1, 167,5, 167,7, 168,2,
169,3 und 171,9 cm, also eine Zunahme von nicht weniger als fast 5 cm.

Wie die Körperlänge bei den Wehrpflichtigen in verschiedenen Teilen des
Landes wechselt, ergibt sich, nach Gustaf Retzius und Carl M. Fürst, aus der
beigebenen Karte. Die grosswüchsigste Bevölkerung trifft man in Härjedalen
und Hälsingland sowie auf Gottland und in Bohuslän an. Nach den
Untersuchungen A. Keys ist die Durchschnittslänge der Schüler in den höheren
Schulen grösser als für dieselben Alter bei der Bevölkerung in ihrer Gesamtheit.
Sowohl bezüglich der Körperlänge als des Körpergewichts ist das Resultat dieser
Keyschen Untersuchungen im übrigen ein für Schweden sehr günstiges,
verglichen mit den entsprechenden Daten aus anderen Ländern, und dies gilt sowohl
für Knaben als auch für Mädchen.


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Leskundige und Nichtleskundige unter den Wehrpflichtigen.


Die oben angeführten Ziffern für die Körperlänge der Wehrpflichtigen sprechen
deutlich von einem Fortschritte des schwedischen Volks bezüglich der physischen
Entwicklung. In dieselbe Richtung weisen die Zahlen, die den Prozentsatz zum
Militärdienst Untauglicher angeben. Sie machten im Durchschnitt für die sechs
Jahrzehnte 1831—40 bis 1881—90 sowie für die Zehnjahrsperiode 1901—10
aus: 35,7, 36,4, 35,7, 27,8, 23,6, 20,2 und 20,1 %, also im ganzen eine
bedeutende Verbesserung. Im Vergleich mit anderen Ländern ist der schwedische
Kassationsprozentsatz ungewöhnlich niedrig. In diesem Zusammenhange verdient
auch an die ausserordentlich glückliche Stellung Schwedens bezüglich der
Sterblichkeitsverhältnisse sowie an den starken Rückgang der Sterblichkeitsziffer,
nicht zum mindesten während der letzten Jahrzehnte, erinnert zu werden.


Was die Volksbildung anbelangt, so dürfte es allgemein bekannt sein,
dass sämtliche skandinavischen Völker in dieser Beziehung einen sehr
vorteilhaften Standpunkt einnehmen. Für Schweden eigentümlich ist, dass
die Fertigkeit im Lesen, schon seit mehreren Generationen allgemein
verbreitet ist. Dies hat bei dem schwedischen Volk eine geistige

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