Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 1. Volksunterricht. Von J. M. Ambrosius
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
380 IV. DAS UNTERRICIITSWESEN UND DIE GEISTIGE KULTUR.
1. DER VOLKSUNTERRICHT.
Dank den Bemühungen der Geistlichkeit war das Landvolk schon um
die Mitte des 17. Jahrhunderts vielerorts des Lesens kundig, aber erst
das Kirchengesets vom Jahre 1686 enthielt bestimmte Vorschriften
betreffs eines allgemeinen Volksunterrichts, der somit, nachdem er zuvor
nur Sache der Kirche gewesen war, zugleich eine Staatsangelegenheit
wurde.
Dieses Gesetz bestimmte, dass die Geistlichen »mit allem Fleiss darauf
hinwirken sollten, dass Kinder, Knechte und Mägde in Büchern lesen lernten, um
so mit eigenen Augen zu sehen, was Gott in seinem Heiligen Worte gebietet
und befiehlt». Den Küstern wurde die Verpflichtung auferlegt, sie lesen zu
lehren, die Geistliehen sollten die Jugend in der Religion unterrichten und
Prüfungen abhalten. Gewisse Kenntnisse wurden für die Zulassung zum
heiligen Abendmahl und für die Berechtigung, sich zu verheiraten, verlangt.
Die Folge war eine allgemeinere Verbreitung der Kenntnis des Lesens und eine
vermehrte Bekanntschaft mit den Hauptstücken des Katechismus. Da die
Fortschritte hierin wesentlich von dem persönlichen Einfluss des Geistlichen abhingen,
waren sie indessen vielerorts gering.
Während des 18. Jahrhunderts schritt die Volksbildungsarbeit langsam fort.
Das Interesse für eine grössere Ausbreitung und Verbesserung der Religionskunde
war hierbei die wirksamste Triebfeder, die Volksbildung wurde indessen auch
durch das Interesse für die Hebung der Landwirtschaft und der übrigen Gewerbe
mittelst des Unterrichts gefördert. Schulen wurden an verschiedenen Orten
Volksschulhaus auf dem Lande (Billinge, Schonen).
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>