Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 8. Öffentliche Sammlungen und Institutionen für Wissenschaft und Kunst. Die periodische Presse - Akademien und gelehrte Gesellschaften. Von B. Lundstedt - Die Nobelstiftung. Von B. Lundstedt
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IV. DAS UNTERRICIITSWESEN UND DIE GEISTIGE KULTUR.
Schwedens zu fördern. Die Gesellschaft hat in den Jahrén 1883—1912 53 280
Kr an lleisestipendien verteilt. Sie ist auch berechtigt, aus dem J. A.
Wahl-bergschen Medaillenfonds alle drei oder vier Jahre eine goldene Medaille und
aus Anders Retzius’ Medaillen fonds die Medaille der Gesellschaft auf Anders
Retzius für hervorragende Verdienste um die anthropologische und geographische
Forschung zu verleihen.
Wir nennen ausserdem von Stockholmer Gesellschaften: die Kgl. Gesellschaft
zur Herausgabe von Handschriften betreffend die Geschichte Skandinaviens, die
Schwedische Gesellschaft für alte Literatur, den Schwedischen Altertums verein,
den Schwedischen Geschichtsverein, den Karolinischen Verein, den Schwedischen
Ärzteverein, den Schwedischen Zahnärzteverein, den Entomologischen Verein, den
Geologischen Verein, den Volkswirtschaftlichen Verein, den Statistischen Verein und
den Numismatischen Verein. — Die wichtigsten gelehrten Gesellschaften in der
Provinz sind: die Kgl. Wissenschaftliche Sozietät in Uppsala (Schwedens älteste
wissenschaftliche Vereinigung, bereits 1710 von E. Benzelius d. J. gegründet),
ferner die Kgl. Humanistische Gesellschaft der Wissenschaften sowie die Schwedische
Literaturgesellschaf t zu Uppsala; die Kgl. Phy Biographische Gesellschaft und der
Kulturgeschichtliche Verein für Südschweden in Lund, die Kgl. Wissenschaftliche
und belletristische Gesellschaft in Gotenburg und endlich die Gesellschaft zur
Förderung der Seekriegswissenschaften in Karlskrona.
Die Nobelstiftung.
Die auf Grund von Dr. Alfred Nobels Testament errichtete
Nobelstif-tung gehört zweifellos zum Grossartigsten, was irgend ein Land oder
Zeitalter aufzuweisen hat.
Alfred Nobel gehörte einer Familie von Erfindern und Finanzgrössen an.
Sein Vater, Imanuel Nobel, der Erfinder des Nitroglyzerins und der Seeminen,
geboren 1801 zu Gävle, war ein Ingenieursgenie ersten Ranges und übte eine
umfassende Tätigkeit in Schweden wie in Russland aus. Von seinen Söhnen
haben Robert Hjalmar und Ludwig Imanuel die Naphthaindustrie in Baku
begründet, eine der grössten und erfolgreichsten industriellen Unternehmungen des
neunzehnten Jahrhunderts. Der dritte Sohn, Alfred Nobel, geboren 1833 zu
Stockholm, gestorben 1896, hatte sich schon zu seinen Lebzeiten, als man von
einer Nobelstiftung noch nichts wusste, Weltruf erworben als Erfinder des
Dynamits.
Alfred Nobel bestimmte in seinem Testament vom 27. Nov. 1895 sein
Gesamtvermögen (mehr als 30 Millionen Kronen) zu einem Fonds, dessen
Zinsen jährlich an diejenigen verteilt werden sollen, die in der jüngsten
Vergangenheit »der Menschheit den grössten Nutzen erwiesen haben».
Die Zinsen werden in fünf gleiche Teile geteilt, und zwar erhält: »einen
Teil derjenige, der auf dem Gebiete der Physik die wichtigste
Entdeckung oder Erfindung gemacht hat; einen Teil derjenige, der die wichtigste
ehemische Entdeckung oder Verbesserung gemacht hat; einen Teil
derjenige, der die wichtigste Entdeckung im Bereich der Physiologie oder
Medizin gemacht hat; einen Teil derjenige, der in der Literatur das Beste
in idealer Richtung hervorgebracht hat, und einen Teil derjenige, der am
meisten oder am besten für die Verbrüderung der Völker und die
Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie für die Bildung
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