Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 8. Öffentliche Sammlungen und Institutionen für Wissenschaft und Kunst. Die periodische Presse - Sonstige bedeutende kulturelle Stiftungen. Von B. Lundstedt
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524 IV. DAS UNTERRICIITSWESEN UND DIE GEISTIGE KULTUR.
Telephondirektor H. T. Cedergrenscher Erziehungsfonds. Der Ingenieur
Henrik T. Cedergren (1853—1909), Gründer und Direktor von »Stockholms
allmänna telefonaktiebolag» hat zusammen mit seiner Frau Ida Cedergren geb.
Pegelow testamentarisch einen Fonds errichtet, »um solchen unbemittelten Kindern
— in erster Linie aus Stockholmer Volksschulen — die Möglichkeit einer
besseren Erziehung zu gewähren, die auf andere Weise keine Hilfe zur Ausbildung
bekommen können, jedoch eine gute Begabung zeigen und nach dem Zeugnis
ihrer Lehrer bei genügender Ausbildung in hohem Masse zur wirtschaftlichen
oder geistigen Entwicklung Schwedens werden beitragen können».
Das Vermögen des Fonds auf Grund dieses Testaments (registrierter
Nachlasswert) beläuft sich auf rund 5 100 000 Kr.
Die erste Verteilung aus dem Fonds fand am 21. Dezember 1911 statt,
wobei Unterstützungen für Studien aller Art (im ganzen etwa 40 000 Kronen) an
25 männliche und 19 weibliche Bewerber ausgezahlt wurden. Die zweite
Verteilung fand am 6. Juni 1913 statt, wobei 32 männliche und 27 wiebliche
Bewerber Unterstützungen in einer Gesamthöhe von etwa 60 000 Kr erhielten.
Die Stiftung Sunnerdahls Heinischalen auf dem Lande. Fräulein Magda
Sunnerdahl stiftete am 7. Nov. 1908 vier Millionen Kronen, die — in Erfüllung
eines von ihrem Vater, dem Grosskaufmann Emil Sunnerdahl (gest. 14. 8. 1908)
bei Lebzeiten geäusserten Wunsches — verwendet werden sollen »zur Gründung
von Heimschulen auf dem Lande, wo vom Schicksal weniger begünstigte
Knaben und Mädchen, vorzugsweise aus Volksschulen schwedischer Grossstädte, unter
für ihre körperliche und sittliche Entwicklung günstigen Verhältnissen
unentgeltlich die Vorteile eines Landheims geniessen und sich Kenntnisse und
Fertigkeiten sowohl in Acker- und Gartenarbeiten wie auch in anderen geeigneten
praktischen Arbeiten aneignen können, und wo sie gleichzeitig Unterricht in
denjenigen theoretischen Fächern erhalten, die ihre allgemeine staatsbürgerliche
Bildung fördern können».
Die Satzungen dieser Stiftung wurden am 11. Dez. 1908 von der Regierung
genehmigt. Sie steht unter Leitung einer von der Regierung eingesetzten
Verwaltung, der die Sorge für sämtliche Angelegenheiten der Heimschulen obliegt.
1909 wurde für die Zwecke der Stiftung das Landgut Säbyholm am Mälarsee
angekauft, auf dem vier Schülerheime errichtet wurden, die 1913 etwa sechzig
Schüler beherbergten; ferner errichtete man ein Schulhaus, ein Werkstattsgebäude,
eine Waschküche etc.
Als Schüler werden hauptsächlich Knaben und Mädchen aufgenommen, die
die Volksschule durchgemacht haben; ihre Ausbildungszeit berechnet man auf
höchstens vier Jahre. Der Unterricht erstreckt sich auf Ackerbau, Gartenbau,
Handarbeit in Holz und Metall, speziell für die Mädchen auf Hausarbeit,
Näherei usw.
Zurzeit sind an den Heimschulen tätig ein Vorsteher, ein Fachlehrer, ein
Lehrer für landwirtschaftliche Arbeit und einer für Werkstattarbeit, eine Lehrerin
und vier Heimvorsteherinnen, denen die Fürsorge in den Schülerheimen und die
Aufsicht über dieselben anvertraut ist.
Der James F. Diekson-Gediichtnisfonds wurde 1906 durch Testament der
Witwe Blanche Dickson (1852—1906) zum Gedächtnis ihres verstorbenen
Mannes James Fredrik Dickson (1844—98), gestiftet und besteht in einem
Grundkapital von einer Million Kronen, das von der Stadtverordnetenversammlung
zu Gotenburg verwaltet wird. Die Zinsen sollen — nach Abzug einiger
Leibrenten — zur Errichtung und Unterhaltung eines Genesungsheims für
unbemittelte Personen hauptsächlich aus der Arbeiterklasse verwendet werden; das Heim
soll in Gotenburg oder sonstwo im Län Göteborg och Bohus oder im Län
Halland errichtet werden.
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