- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 10. Die schönen Künste - Tonkunst. Von K. Valentin

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TONKONST.

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zahl schwedischer Tonsetzer zu, von denen Johan Helmich Roman (1694—1758),
später »der Vater der schwedischen Musik» genannt, in der Heimat eine
bedeutsame und vielseitige Tätigkeit entfaltete und Johan Agrell (1701—65) in
Deutschland sich einen berühmten Namen erwarb. Zu Gustavs III. Zeit war es, wo
Carl Mikael Bellman lebte, der schwedische Dichter und Sänger, der
volkstümlichste des Landes, gleichwie er — nach Tegnérs bekanntem Wort —
der grösste im Norden war. Zwar kann Bellman nicht Tonsetzer im
eigentlichen Sinne des Wortes genannt werden, indem er die Melodien, zu denen er
seine Gedichte vortrug, der Musik entnahm, die zu seiner Zeit auf
verschiedenen Gebieten sich vorfand. Er verstand es aber so vortrefflich, sie für seine
Zwecke umzuformen und sie ihnen anzupassen, dass sie mit den Gedichten
zu eins verschmolzen und für immer unzertrennlich mit ihnen verbunden sind.

Das Neue Opernhaus in Stockhohn.

Erst von Beginn des 19. Jahrhunderts an beginnt eine nationale Richtung in
schwedischer Tonkunst hervorzutreten. Zwar haben die schwedischen Tonsetzer
— wie vor dieser Zeit, so auch andauernd später — Eindrücke von den
Werken der grossen universalen Meister erfahren. Einerseits aber dürfte auch auf
diesem Gebiete gelten, dass »alle Bildung letzthin auf unfreiem Grunde steht,
nur die Barbarei einmal vaterländisch war». Andererseits hat doch die
einheimische Tonkunst mehr und mehr dem Charakter des Landes und des Volkes
Ausdruck verliehen und dabei sich auch die Volksmelodien zunutze gemacht,
indem sie sie nachbildete oder als Basis für die Errichtung eines kunstreicheren
musikalischen Baues benutzte. Zunächst geschah dies besonders auf dem
Gebiete des Liedes wie auch auf dem des Männerquartetts. Schon bei J. E.
Nordblom (1788—1848) ist es zu verspüren, klar zeigt es sich bei Erik Gustaf
Geijer (1783—1847) und Adolf Fredrik Lindblad (1801—78). Beide haben Kam-

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